Der Ort Gordes im Luberon thront an der Südflanke der Hügelkette Monts de Vaucluse auf einem Felsvorsprung über dem Tal des Flusses Coulon. Das provenzalische Kleinod Gordes zeugt noch heute von der bewegten Geschichte des Luberon, einst ein Schmelztiegel der Kulturen und Schauplatz von Kämpfen, Ketzerei und Widerstand. Wie ein mittelalterlicher Irrgarten aus Stein schmiegt sich das Dorf mit seinen in den Fels gebauten Häusern an den Vaucluse-Gipfel, auf dem seine Burg erbaut wurde.
Nicht weit entfernt befinden sich die sogenannten Bories, deren Geschichte 3000 Jahre zurückreichen soll. Die Trockensteinkonstruktionen umfassen Schafställe, Backhäuser, Gärbehälter, Dreschplätze, Gässchen und Einfriedungen und sind ein Musterbeispiel für die gelungene Einbettung von Architektur in die Umgebung. Seit 1977 steht diese größte bekannte Trockenbausiedlung unter Denkmalschutz.
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2011
Regie: François Chayé\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 05.07.2016 um 08:55 Uhr auf arte.