Vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft porträtiert Frankreich-Korrespondentin Eva Twaroch "ihr Paris" und geht der Frage nach, wie die islamistischen Terroranschläge die Stimmung verändert haben und wie die Stadt sich auf das Großevent vorbereitet. Paris ist heute eine sehr widersprüchliche Stadt, in der das Gedenken an die Opfer der Anschläge nach wie vor sehr präsent ist und in der gleichzeitig der Ausnahmezustand mit seinen verschärften Sicherheitsvorkehrungen von vielen kaum noch wahrgenommen wird.
Eine Stadt, in der längst wieder der Alltag eingekehrt ist und die Menschen dennoch damit leben dass die Gefahr neuerlicher Anschläge nicht gebannt ist. "Wir lassen uns nicht unterkriegen" war die erste Reaktion der Franzosen, doch was bedeutet das im Alltag für den einzelnen? WIE hat sich die Stadt verändert, wie lebt die Bevölkerung? Eva Twaroch spricht mit einem Feuerwehr-Kommandanten über die in Paris geltende höchste Alarmstufe und besucht einen der seit den Anschlägen sehr beliebten Erste-Hilfe-Kurse, sie spricht mit Aurelie, die den Terroranschlag vom 13 November überlebt hat und mit Salim, der einen der Terroristen beim Stade-de-France nicht ins Stadion gelassen hat und so noch Schlimmeres verhindern konnte. Sie verbringt einen Abend auf der Place-de-la-Republique, wo sich wochenlang hunderte Menschen treffen um stundenlang zu diskutieren und debattieren, direkt neben der Statue der Republik, an der nach wie vor Kerzen angezündet und Blumen niederlegt werden.
Und sie fragt Menschen, die sie schon für ihr erstes Paris-Porträt interviewt hat, wie sich die Stadt in ihren Augen verändert hat: die Piaf-Sängerin Manuela, den österreichischen Architekten Dietmar Feichtinger und den algerisch-stämmigen Bäcker, der von Präsident Hollande als "Symbol für die gelungene Integration eines EInwanderersohnes" gelobt wurde. Ihr Resümee: Die Anschläge haben Spuren hinterlassen und haben Paris im vergangenen Jahr mehr verändert als in den 10 Jahren davor.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 13.06.2016 um 21:45 Uhr auf Phoenix.