Ein Thema, drei Zeiten: Familienideale im Wandel der Jahrzehnte. Wie war das etwa mit der hoch gelobten Großfamilienidylle früher? War der Zusammenhalt tatsächlich so groß, wie es heute immer heißt? Oder stieß das Modell mit Geld verdienendem Vater und Haushalt führender Mutter schon damals an seine Grenzen? Und um wie viel besser wurde es später? Als Kleinkinder sich im antiautoritären Kinderladen austoben konnten, während ihre Eltern nebenan dogmatische Politikdiskussionen führten? Wie ist es jetzt?
Inzwischen wird jede dritte Ehe geschieden, und von der Familie als einer Idylle redet kaum jemand mehr. Andersherum: Um eine Familie zu sein, ist ein Trauschein heute gar nicht mehr nötig. Heute ist Familie da, wo Kinder leben. Und die sind überall zuhause: In Patchwork-, Regenbogen-, Mehrgenerationen-, Alleinerziehenden-, jungen und alten Familien. Denn eins ist heute wie früher: Die Familie ist der Kern unserer Gesellschaft.
Früher.Später.Jetzt. zeigt, wie dramatisch sich das Familienleben in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, und erforscht unser Zusammenleben heute: Ist Blut tatsächlich "dicker als Wasser", wie es heißt? Oder sind Freunde im 21. Jahrhundert doch die bessere Familie?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 23.06.2016 um 07:50 Uhr auf WDR.