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Neue Heimat Flüchtlingslager

Dokumentarfilm Frankreich 2015 - Thema: Menschen auf der Flucht
Dienstag, 21.06.2016 21:45 Uhr
arte
Dienstag
21.06.2016
21:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Dem Volk der Unerwünschten gehören weltweit rund 17 Millionen Menschen an: Vertriebene, Flüchtlinge und Migranten leben am Rande der Nationalstaaten. "Refugistan" liegt in der Rangliste der bevölkerungsstärksten Länder auf Platz 60. Hier leben die, die keiner will, unter der organisatorischen Aufsicht der Verwaltungskrake UNHCR und mit Unterstützung der großen NGOs. Gemeinsam wachen sie darüber, dass die Lebensbedingungen in den Camps bei aller Absurdität zumutbar bleiben.
"Neue Heimat Flüchtlingslager" vermittelt einen erschütternden Eindruck vom Alltag in diesen künstlichen Städten. Zum Beispiel in Tansania, wo sich Zehntausende Burundier an ihr neues Leben gewöhnen müssen. Oder in Dabaab, Kenia, wo seit 25 Jahren mitten in der Wüste das weltweit größte Lager liegt, von humanitären Hilfskräften "das Monster" getauft. Und in Jordanien, wo das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR im Camp Asrak für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge neue Infrastrukturen austestet. Nicht zu vergessen Idomeni an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien.
Eine ernüchternde Reise in eine zwiespältige Parallelwelt: nicht Stadt und nicht Gefängnis, nicht abgeriegelt, aber auch nicht offen. In der Theorie sind Flüchtlingslager eine provisorische Auffanglösung - aber in der Praxis verbringt ein Flüchtling durchschnittlich 17 Jahre seines Lebens dort.
ARTE bietet einen erschütternden Einblick in das Leben der Insassen von Flüchtlingscamps, von Tansania über Griechenland bis nach Jordanien. Eine ernüchternde Reise in eine ebenso zwiespältige wie absurde Parallelwelt, in der zwar keiner gefangen, aber auch keiner wirklich frei ist.

* Thema: Menschen auf der Flucht

Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni widmet ARTE dem Thema einen Abend. Flüchtlingskatastrophen sind so alt wie die Menschheit, und erst im letzten Jahrhundert hatte Europa nach den beiden Weltkriegen enorme Flüchtlingsströme zu bewältigen. Doch wie die Abermillionen versorgen, welchen Status staatenlosen Menschen verleihen? Der sogenannte Nansenpass, die Genfer Flüchtlingskonvention, oder aber die Gründung des UN-Flüchtlingshilfswerks sind nur einige Antworten der internationalen Gemeinschaft auf unzählige, noch immer ungelöste Fragen.
Heute sind weltweit 17 Millionen Menschen heimatlos oder vertrieben. THEMA beleuchtet mit zwei geschichtlichen Dokumentarfilmen, einer Dokumentation über die Arbeit des UNHCR in den Flüchtlingscamps sowie einer aktuellen Reportage mit erschütternden Bildern aus dem "Dschungel von Calais" die oft traurige Realität von Menschen auf der Flucht. Gestern und heute.

Regie: Anne Poiret\nProduzent: ARTE F\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 21.06.2016 um 21:45 Uhr auf arte.

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24.06.2016 09:20arte21.06.2016 21:45arte