Verzweifelte Flüchtlinge schleppen sich nachts mit letzter Kraft an den Strand von Kos. Ihre windschiefen Zelte haben sie an der Strandpromenade aufgestellt. Sie warten erschöpft unter Palmen, daran vorbei flanieren Touristen in Shorts und Badelatschen. Einige schauen verstohlen, andere ignorieren die Flüchtlinge.
Diese Bilder von Kos gingen im vergangenen Sommer um die Welt. Früher stand Kos für ein Surferparadies. Heute spricht man nur noch von Kos, der Flüchtlingsinsel. Die Folge: Die Urlauber bleiben weg, die Inselbevölkerung kämpft nach der Finanzkrise nun um jeden Touristen.
Aber kann man - besser - "darf" man auf einer Insel Urlaub machen, vor deren Küste Hunderte Menschen ertrunken sind, an deren Traumstrände sich Tausende verzweifelter Menschen geschleppt haben? Auch heute noch, zu Beginn der Feriensaison, suchen Flüchtlinge hier Hilfe. Was passiert mit den Inselbewohnern, die ohne Touristen ihre Existenzgrundlage verlieren?
"7 Tage"-Autorin Stefanie Gromes hat schon mehrmals hier Urlaub gemacht und kennt die Insel als Ferienidyll. Also fliegt sie nach Kos, dieses Mal nicht als Urlauberin, sondern als Journalistin: Wie hat sich "ihre" Urlaubsinsel verändert? Wie sieht es dort jetzt aus? Wer macht hier noch Urlaub? Und wie geht es den Griechen vor Ort? Zusammen mit Johanna Leuschen und Davod Hohndorf erlebt sie eine Insel zwischen Verzweiflung und Hoffnung, zwischen Wut und Gastfreundschaft.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 21.06.2016 um 15:15 Uhr auf Phoenix.