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Imame für die JVA

Film von Mareike Wilms
Freitag, 10.06.2016 15:45 Uhr
Phoenix
Freitag
10.06.2016
15:45 Uhr
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Wie kann man verhindern, dass sich muslimische Straftäter im Gefängnis radikalisieren? Nach den Anschlägen von Paris haben die Justizminister die Gefahr erkannt. Und sie haben erkannt, dass Imame und Seelsorger dringend benötigt werden. Wie sieht die Situation momentan aus?
In Wuppertal-Ronsdorf begleiten wir jugendliche Insassen dabei, wie sie einen Moscheeraum bauen. Sie sind motiviert, denn der Glaube wird vor allem in der Haft zu einem großen Thema. Zu diesen Zeitpunkt kommt noch gelegentlich ein ehrenamtlicher Imam. Doch der kann mittlerweile nicht mehr kommen. Deshalb steht der Raum nun leer – nach Monaten ungenutzt. Für die christlichen Jugendlichen gibt es vom Land bezahlte Pastore und Seelsorger. Ein solches Angebot für muslimische Insassen fehlt – nicht nur Wuppertal.
Das muss sich ändern, findet Husamuddin Meyer aus Wiesbaden. Er ist einer ganz wenigen – vom Land bezahlten – Gefängnis-Imamen. Er sieht seit Jahren, wie sich die Lage weiter zuspitzt. Besonders gefährlich sei, dass orientierungslose Jugendliche niemanden hätten, der sie in religiösen Fragen berät und sie vor radikalen Insassen warnt. Husamuddin Meyer betet mit den Häftlingen der JVA Wiesbaden – und hat in vielen Einzelgesprächen schon junge Muslime vom Salafismus weggebracht, erzählt er uns. Andere sind nach der Haft abgefangen worden und nun in Syrien. Reporterin Mareike Wilms begleitet ihn bei seiner Arbeit und zeigt, was ein Imam und Seelsorger im Gefängnis bewirken kann.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 10.06.2016 um 15:45 Uhr auf Phoenix.