Der nordamerikanische Kunsthändler Jerome Eisenberg hält den "Diskos von Phaistos" für eine Fälschung. Im Museum von Heraklion wird diese Scheibe aus gebranntem Ton als Highlight der Sammlung aus dem Reich des legendären Königs Minos präsentiert.
1908 wurde der Diskos von dem italienischen Archäologen Luigi Pernier entdeckt. Der britische Sprachwissenschaftler Gareth Owens ist sicher, den Diskos bald entziffern zu können und glaubt an seine Echtheit.
Doch in New York beharrt Jerome Eisenberg weiterhin auf seine Erkenntnis, der Diskos-Text sei überhaupt nicht zu enträtseln. Mit kriminalistischem Gespür entwirft Eisenberg eine beeindruckende Indizienkette: Luigi Pernier soll die Tonscheibe aus Geltungssucht selbst geschaffen haben. Eisenberg bezichtigt den Schweizer Emile Gilliéron - in seiner Zeit unerreichter Großmeister der Rekonstruktionen und Reproduktionen - als Perniers Komplizen. Aber inzwischen verdächtigen sogar renommierte Archäologieprofessoren wie der Kanadier Alexander McGillivray Gilliéron der kriminellen Machenschaften.
Die Direktorin des Museums von Heraklion wehrt sich seit langem gegen eine Materialuntersuchung, obwohl inzwischen beschädigungsfreie Analysemethoden zur Verfügung stehen. Ohne eine solche Untersuchung bleibt der Verdacht unwiderlegt, dass Millionen Museumsbesucher bewusst getäuscht werden.
Dokumentation Deutschland 2015
* Thema: Archäologie
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Regie: Michael Gregor\n
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