In der Ostsee wurde in 130 Meter Tiefe das beinahe perfekt erhaltene Wrack einer Fleute, eines holländischen Handelsschiffes aus dem 17. Jahrhundert, entdeckt. Der spektakuläre Fund dient Wissenschaftlern und Historikern als Zeugnis einer längst vergangenen Zeit und liefert Aufschlüsse über die Geschichte der schwedischen und holländischen Handelsflotten und die Verhältnisse, die während des 17. und 18. Jahrhunderts im Ostseeraum herrschten.
Noch nie zuvor wurde ein so gut erhaltenes Wrack aufgespürt. Dank moderner Technologie konnte nun erstmals ein Schiffswrack in dieser Tiefe erforscht werden. Die Dokumentation ist eine aufregende Zeitreise in die Geschichte der nordeuropäischen Seefahrt und der Schiffsbaukunst des 17. Jahrhunderts.
* Thema: Archäologie
Archäologen suchen nach den Spuren untergegangener Zivilisationen und Kulturen, um Lebensweise und Strukturen früherer Gesellschaften besser zu verstehen. Ihre Entdeckungen können spektakulär oder auch bescheiden sein. Doch immer liefern Ausgrabungsstätten Erkenntnisse über die Menschen, die einst dort lebten. Am Samstag, den 18. Juni, lädt ARTE zu einer archäologischen Zeitreise ein und begibt sich mit einem internationalen Forscherteam an verschiedene Grabungsorte.
In der vergessenen Maya-Stadt Naachtun im Urwald von Guatemala wird die Schrift der Maya entschlüsselt, die noch bis vor kurzem ein Rätsel war. Eine weitere Etappe sind die Hängenden Gärten von Babylon, das einzige von sieben Weltwundern der Antike, für das noch kein archäologischer Nachweis gefunden wurde. Dank der außergewöhnlichen Funde der britischen Wissenschaftlerin Stephanie Dalley kann nun erstmals genau bestimmt werden, an welchem Ort sich die legendären Gärten befanden, wie sie aussahen und wie sie erbaut wurden.
Auch ein niederländisches Schiffswrack aus dem 17. Jahrhundert, das in der Ostsee auf Grund lief, gibt Rätsel auf. In Spanien untersuchen Paläontologen an einer prähistorischen Fundstätte die Familienstruktur der Neandertaler. Andere Forscher erläutern, wie die Pharaonen die militärische Vorherrschaft über die Welt der Antike erlangten.
In Peru wird das plötzliche Verschwinden der einst mächtigen Moche-Kultur untersucht. Und es kommt zur Enthüllung neuer Erkenntnisse über den Untergang der Ureinwohner der Osterinsel: Möglicherweise stimmt die oft vertretene These des selbst verursachten Ökozids nicht, und es waren weiße Siedler, die den Inselbewohnern ein Ende bereiteten.
Regie: Malcom Dixelius\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 18.06.2016 um 10:50 Uhr auf arte.