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Sardinien

Im Hinterland der Costa Smeralda
Freitag, 17.06.2016 05:35 Uhr
SWR
Freitag
17.06.2016
05:35 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

In den 60er Jahren entdeckten die Deutschen den Süden; der Ismaelitenführer Aga Khan entdeckte Sardinien. An der Costa Smeralda ließ der milliardenschwere Geschäftsmann exklusive Ferienanlagen und noble Hotels bauen, wie das Cala di Volpe bei Porto Cervo. Fortan genoss Sardinien den Ruf eines Badeparadieses für die Schönen und Reichen.
Smaragdgrün und glasklar ist das Wasser fast um die ganze Insel herum, und Badeurlauber machen auch heute einen Großteil der Touristen aus. Aber sehen die Sonnenhungrigen das wahre Sardinien? Die Einheimischen verneinen das. Die Gallura mit ihren Korkeichenwäldern, die Karstgebirge des Supramonte oder die einsamen Dörfchen des Iglesiente - das ist echtes, unverfälschtes Sardinien. Wer die Insel wirklich kennenlernen will, muss vor allem aber die Menschen besuchen, die ihre Identität bewahren, indem sie alte Traditionen pflegen.
Das Filmteam besucht die Tenores von Bitti, deren polyphone Gesänge auf die uralte sardische Hirtenkultur verweisen. Auch der Maskenschnitzer in Mamoiada führt den Ursprung seiner Mamuthones genannten Holzmasken auf alte Bräuche der Hirten zurück. Sardinien und seine Kultur waren jahrtausendelang vom Viehnomadentum geprägt. Und heute? In einem Tal in der Nähe von Urzulei trifft das Filmteam Sebastiano Cabras, einen "modernen Hirten". Nachdem Sebastiano seine Arbeit im Telekommunikationsbereich verloren hat, hält er Ziegen, Schafe und Schweine, baut Gemüse an und macht Wein. Einer von vielen tausend Teilzeit-Hirten, die notgedrungen zu einer traditionellen Lebensweise zurückgekehrt sind. Wie gesagt: Die Sarden waren immer auch Hirten.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 17.06.2016 um 05:35 Uhr auf SWR.