Nordrhein-Westfalen besitzt die reichste Opernlandschaft der Welt. Mit 15 Opernhäusern zwischen Aachen und Detmold, zwischen Bonn und Bielefeld, die von 13 selbständigen, produzierenden Theatern bespielt werden, bietet die nordrhein-westfälische Opernszene eine Vielfalt wie keine andere Region. Nirgendwo sonst finden sich so viele Opernhäuser so dicht beieinander, werden alljährlich rund 100 Neuinszenierungen herausgebracht und vor rund 1 Millionen Zuschauern gespielt. Dennoch ist diese Tatsache und dieses einmalige kulturelle Erbe nur wenigen bewusst.
Wie konnte es dazu kommen, wer gründete und finanzierte dieses weltweit einzigartige Theaterwunder und wie kann es bewahrt werden? Der Film versucht Antworten auf diese Fragen zu finden, Höhen und Tiefen der Entwicklung der nordrhein-westfälischen Theaterlandschaft, ihre künstlerische Bedeutung und ihre von Kürzungsdebatten immer wieder bedrohte Existenz nachzuzeichnen und dabei ein Porträt der Theater in ihrer Geschichte und Gegenwart anhand von historischem Filmmaterial und aktuellen Aufnahmen zu entwerfen.
In der letzten Folge der Reihe geht es um die Oper im Rheinland und damit um die Opernhäuser von Aachen, Bonn und Köln. Aachen repräsentiert dabei das älteste nordrhein-westfälische Theatergebäude. Im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde es nach dem Krieg in seinen historischen Formen wiederaufgebaut, während sich Köln und Bonn für Neubauten aus dem Geist der Moderne entschieden. Die wechselvolle Geschichte der Theater wird dabei von der Kurfürstenzeit bis in die bewegte Gegenwart nachgezeichnet.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 12.06.2016 um 10:50 Uhr auf WDR.