Im Juni 1963 - knapp fünf Monate vor seiner Ermordung - wurde US-Präsident John F. Kennedy zu einem minutiös vorbereiteten Staatsbesuch in der Bundesrepublik erwartet. Der letzte Tag seiner Reise sollte für den Präsidenten einer der wichtigsten Tage seiner politischen Laufbahn werden. Auf dem Rudolph-Wilde-Platz - vor dem Schöneberger Rathaus, dem damaligen Sitz des Westberliner Parlaments und des Regierenden Bürgermeisters der Stadt - hielt Kennedy eine historische Rede vor 400.000 Menschen. Nach Kennedys Ermordung am 22. November desselben Jahres wurde der Platz in John-F.-Kennedy-Platz umbenannt.
Die perfekt auf Gerüsten aufgebauten Kameras fingen für die Nachwelt seinen kurzen Satz ein, der Legende wurde: "Ich bin ein Berliner". Warum sprach Kennedy gerade diesen Satz, und warum sagte er ihn auf Deutsch? Welches Ziel verfolgte der amerikanische Präsident mit seiner Berlin-Reise während des Kalten Krieges, knapp zwei Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer?
"Verschollene Filmschätze" ist eine Sammlung bedeutender historischer Aufnahmen. Seit mehr als einem Jahrhundert dokumentieren Bild und Film die wichtigsten Geschehnisse der Weltgeschichte. Seit ihrer Erfindung war die Kamera bei allen entscheidenden und bedeutenden Ereignissen dabei.
Dokumentationsreihe Frankreich 2009
Regie: Serge Viallet\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 10.06.2016 um 11:55 Uhr auf arte.