Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentationsreihe "Die Bernsteinstraße" folgt der Spur des Bernsteinhandels in der Bronzezeit von Ägypten bis zum südbayerischen Bernstorf. Die versunkene Siedlung war ein bronzezeitlicher
Knotenpunkt auf der über 5000 Kilometer langen Route zur baltischen Ostseeküste. Bernstorf, häufig als das "bayerische Mykene" bezeichnet, ist eine der derzeit aufregendsten Grabungen in Deutschland. Ein Stein, der brennt,
schwimmt und Millionen Jahre altes Leben konserviert: Bernstein.
Ein Stein, der eigentlich gar keiner ist, aber mächtige Herrscher in seinen Bann zieht. Kaiser Nero war besessen von dem Gold des Meeres. Mit tausenden von Bernsteinstückchen verwandelte der Imperator für einen einzigen Tag die
Gladiatorenspiele in ein glitzerndes Spektakel. Ein Geschenk der Superlative machte sich auch Preußenkönig Friedrich I.: Zehn Jahre schnitzten Handwerker an der teuersten Tapete der Welt, dem Bernsteinzimmer, das schließlich auch der russische Zar begehrte. Aber schon zu früheren Zeiten verlangten Könige und Fürsten nach dem fossilen Harz, dem magische Kräfte zugeschrieben wurden.
Mit packenden Nachstellungen und aufwendigen Computeranimationen folgt der Dokumentarfilm den Fährten der Bernsteinhändler der Pharaonen - von Ägypten über Mykene und die Alpen nach Deutschland - mitten hinein in das Herz einer sagenumwobenen verschwundenen Stadt - und bis an die Küste Samlands. Wissenschaftlich geerdet wird das Roadmovie der Bronzezeit durch die Spurensuche eines jungen Archäologen. Seine Entdeckungen offenbaren, wie begehrt und umkämpft die "Tränen der Götter" einst waren. Das Filmteam ist exklusiv dabei, wenn aus der geheimnisumwitterten Bernsteinstraße der Bronzezeit archäologisch belegte Realität wird.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 25.05.2016 um 07:30 Uhr auf Phoenix.