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Sonne, Wind und Bauernland - der Preis für grüne Energie

Montag, 30.05.2016 10:15 Uhr
ARD alpha
Montag
30.05.2016
10:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Biogas, Sonnenkollektoren, Windräder - die Strom-Lieferanten der Zukunft.  Auf dem Land ist die  Energiewende schon voll im Gang. Gottseidank, denken viele. Doch sie hat auch Schattenseiten.   Eine ist unübersehbar: landauf landab funkeln Solaranlagen in der Sonne, deren kühle blaue Spiegelflächen zur modernen Großstadtarchitektur passen, aber nicht in Bauerndörfer und alte Hauslandschaften. Die Groß-Anlagen stehen in freier Landschaft, mittendrin Höfe, die wie kleine Kraftwerke ausschauen.  
Während Biogasanlagen mit ihren runden Kuppeln wie Moscheen wirken. Um den wachsenden  Bedarf zu decken, wird wie wild Mais angebaut, aber solche Monokulturen sind nicht nur langweilig, sondern schlucken auch viel Chemie und vertreiben Insekten und Vögel. Die Abfallstoffe landen auf Wiesen und sorgen für eine steigende Belastung unserer Gewässer. Auch kleine Landwirte und Schäfer stöhnen, denn der Biomasse-Bedarf treibt die Pachtpreise so hoch, dass sie nicht mehr mithalten können.
Während die Windkraft für Ärger bei den Anwohner sorgt, die nicht nur vom Drehgeräusch genervt sind, sondern auch vom flackernden Schatten der Rotorblätter. Die neuen Windmühlen werden oft von privaten Investoren gebaut, die sich primär für den Gewinn interessieren. Der ist da am größten, wo am meisten Wind weht - alles andere ist sekundär. Und der Ausweg? Noch nicht in Sicht bei so verschiedenen Interessen und Problemen. Es wird noch etwas dauern, bis die Energiewende eine Erfolgsstory ist.

Autor: Gabriele Mooser\nKontakt: Frida Buck\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 30.05.2016 um 10:15 Uhr auf ARD alpha.

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