Ende Mai werden in Leipzig Zehntausende zum 100. Deutschen Katholikentag erwartet. Das Treffen steht unter dem Leitwort "Seht, da ist der Mensch". SWR und MDR nehmen den Jubiläums-Katholikentag zum Anlass, nach dem Engagement der Katholiken für Kirche und Gesellschaft zu fragen. In einer Gesellschaft, die hin- und hergerissen ist zwischen einer teilweise überbordenden Willkommenskultur für Flüchtlinge und unbarmherzigem Hass im Internet. Der Autor will herausfinden: Wofür engagieren sich Katholiken - und wo sind die Grenzen der Barmherzigkeit?
Papst Franziskus spricht gerne von einer "Revolution der Zärtlichkeit". Er hat sogar ein "heiliges Jahr der Barmherzigkeit" ausgerufen und tausend Botschafter der Barmherzigkeit in die Welt geschickt. Wie kommt das an in unserer wohlhabenden und bürgerlichen Gesellschaft, in der die Kirchen an Einfluss verlieren? Fürsorge und Mitmenschlichkeit sind schließlich Grundanliegen der Christen.
Tatsächlich engagiert sich jeder dritte Deutsche mit Finanz-, Sachspenden und persönlichem Engagement beispielsweise für Flüchtlinge. Aber können ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, Sozialarbeiter und Seelsorger immer nur "barmherzig" sein? Und: Wie barmherzig ist die katholische Kirche selbst, zum Beispiel im Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen?
Der Film begleitet ehrenamtliche Flüchtlingshelfer in Oberschwaben, einen "Missionar der Barmherzigkeit" in Mainz sowie Katholiken in der thüringischen Diaspora, wo die Christen längst in der Minderheit sind. Was sind ihre Erfahrungen, und wo stoßen sie an ihre Grenzen: Die Dokumentation "Grenzen der Barmherzigkeit?" begibt sich auf Spurensuche quer durch Deutschland.
Gott und die Welt
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 22.05.2016 um 17:30 Uhr auf Das Erste.