33 räuberische Überfälle, 45 Vergewaltigungen und fünf Morde gehen auf sein Konto. Die Opfer sind ausnahmslos Frauen, die im Berliner Umland auf Hamstertour unterwegs sind und sich von dem sympathisch und freundlich auftretenden Mann in den Wald locken lassen.
Trotz der größten Fahndungsaktion der Nachkriegszeit, der "Aktion Roland", gelingt es der Polizei nicht, den Täter zu fassen. Denn die Polizei ist in dieser Zeit nahezu handlungsunfähig: In die vier Sektoren der Siegermächte geteilt, bekriegen sich die Ordnungshüter untereinander und würden sich an den jeweiligen Sektorengrenzen am liebsten gegenseitig verhaften.
Ein Dorado für Verbrecher und Mörder, die ihre Opfer in den Ruinen verschwinden lassen können. Willi Kimmritz kann nur durch einen Zufall in Berlin gefasst werden. Er wird in Potsdam zum Tode verurteilt und stirbt am 26. Mai 1950 in Frankfurt (Oder) unter dem Fallbeil.
Die Dokumentation stellt an Originalschauplätzen mit Zeitzeugen, umfangreichem Archivmaterial und Spielszenen den Fall des Willi Kimmritz dar. Sie wirft ein Schlaglicht auf den Alltag und die Polizeiarbeit in den Wirren der Nachkriegsjahre und erhellt ein besonderes Kapitel der Kriminal- und Ermittlungsgeschichte.
* DEFA 70: MDR zeigt rund 50 Filmklassiker
Am 17. Mai 1946 erhielt die Deutsche Film AG (abgekürzt DEFA) die Lizenz für die "Herstellung von Filmen aller Kategorien". Das 70-jährige Jubiläum der DEFA ist für das MDR FERNSEHEN Anlass, über das Jahr 2016 verteilt, aus den in rund 45 Jahren entstandenen 700 Kinofilmen ein breites Spektrum zu zeigen: Klassiker, Kinderfilme, Gegenwarts- und Science-Fiction-Filme, Indianerfilme, Krimis usw. Zusätzlich haben im Jubiläumsmonat Mai eine neuproduzierte zweiteilige Dokumentation und eine neue Ausgabe der "MDR ZEITREISE" die Geschichte der DEFA zum Thema.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 19.05.2016 um 00:05 Uhr auf MDR.