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Mit Feuer und Flut

Ein Film von Klaus Kafitz
Montag, 25.04.2016 05:30 Uhr
Phoenix
Montag
25.04.2016
05:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Keine andere Naturgewalt beeinflusst das Alltagsleben mehr als das Wetter - egal an welchem Ort der Erde. Das Wetter bestimmt, was auf den Feldern wächst, wie wir uns kleiden, wie wir unsere Häuser bauen. Und es formt die Erdoberfläche - Landschaften, Gewässer, sogar Gebirge. Doch Naturgewalten sind unberechenbar. Im schlimmsten Fall löst die Naturgewalt Wetter Katastrophen aus wie Stürme, Fluten und Dürren.
Zu jedem Zeitpunkt herrscht auf der Erde das unterschiedlichste Wetter. Meist folgt es Regeln, an die sich der Mensch angepasst hat. Doch der eingespielte Umgang mit dem Wetter ist nicht überall gleich. Ein Tuareg in der Sahara ist gewöhnt, mit wenig Wasser auszukommen - für einen Europäer wäre das ein Desaster. Die Menschen in Indien sehnen die Monsunzeit geradezu herbei; in Europa würden solche Niederschlagsmengen eine Katastrophe auslösen. In Großbritannien führen Schneefälle, die für die Alpen normal sind, zum absoluten Verkehrschaos. Nehmen die Wetterkatastrophen zu?
2006 fegte der Sturm "Kyrill“ über Europa. Die Schadensersatz-Bilanz in Milliardenhöhe: zerstörte Gebäude, Infrastruktur, landwirtschaftliche Flächen und Wälder. Im Sommer 2003 führte eine extreme Dürreperiode in Südeuropa zu Waldbränden nicht gekannten Ausmaßes. Eine Jahrhundertflut richtete 2002 in Deutschland und Osteuropa Milliardenschäden an, Menschen ertranken. Können solche Wetterkatastrophen Europa in Zukunft noch häufiger und heftiger treffen?
Kiel - Sitz des IFM-Geomar. Hier erforschen Wissenschaftler Risiken unseres Planeten. In der Institutshalle werden Expeditionen vorbereitet, Forschungsgeräte gelagert und wissenschaftliche Funde aus aller Welt archiviert. Ein Expertenteam will herausfinden, ob tatsächlich eine Wetterkatastrophe weite Teile Europas treffen kann und welche zentrale Rolle dabei die Gebirgswelt der Alpen spielt.
Risikoexperte Wolf Dombrowsky hat bei seiner Analyse vor allem den Faktor Mensch im Visier. Er gibt Antworten darauf, mit welchen Verhaltensweisen bei einer Katastrophe zu rechnen ist. Auf der Grundlage des tatsächlichen Wettergeschehens entwerfen Wissenschaftler ein realistisches Szenario. Sie spielen durch, wie sich einzelne Extremwetterereignisse binnen weniger Monate zu einer fatalen Kombination reihen und unsere Zivilisation in ein Megadesaster von kontinentalem Ausmaß stürzen können.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 25.04.2016 um 05:30 Uhr auf Phoenix.