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Das merkwürdige Leben der Faultiere
Freitag, 29.04.2016 11:30 Uhr
NDR
Freitag
29.04.2016
11:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Einen Film über Faultiere drehen? Das kann ja nicht so schwierig sein. Man mietet einen Jeep, lädt die Kameraausrüstung ein und macht es sich im Regenwald gemütlich. Doch die Realität sieht völlig anders aus. Allein die Reise ins Reich der Faultiere, die Regenwälder Guayanas im Norden Südamerikas, wurde für die Filmer Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz zum "Höllentrip". Unzählige Male blieben sie mit ihrem Fahrzeug im Schlamm stecken. Die Straßen verwandelten sich in der Regenzeit in kaum passierbare Flüsse, die Kameraausrüstung versank im Dreck. Endlich war das Team am Ziel. Wie aber findet man so ein Faultier im Blättergewirr? Sein Fell ist ein Meisterwerk der Tarnkunst: in seinen grauen, hohlen Haaren wachsen Algen, die ihm seine grünliche Farbe verleihen, die macht Faultiere schon in kürzester Entfernung unsichtbar. Außerdem hinterlassen sie keine Fährte, keinen Bau und kein Nest, bewegen sich lautlos und sind meistens stumm.
Mithilfe einheimischer Jäger gelang es dann doch, die Tiere aufzuspüren. Um sie zu filmen, folgte ihnen das Team in die Wipfel der Urwaldriesen und installierte ein Seilsystem, das es ihnen ermöglichte, die Faultiere in den luftigen Höhen des Kronendachs zu filmen. Dabei lernten sie eine weitere Lektion: Ein Faultier ist 50 Meter über dem Erdboden viel schneller als ein Mensch mit viel Technik. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes gelang es Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz, bislang nie gezeigte Einblicke aus dem Leben der Faultiere in ihrem Film festzuhalten.

Sprecher: Volker Lechtenbrink\nProduktion: Thomas Kutsche\nAutor: Marion Pöllmann, Rainer Bergomaz\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 29.04.2016 um 11:30 Uhr auf NDR.