Am 26. April 1986 ereignet sich in Tschernobyl die bisher schwerste nukleare Havarie aller Zeiten. Im März 2011 erschüttert die Unfallserie von Fukushima die Welt. Bis heute wirken die Folgen dieser Katastrophen weiter fort. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl wurde die Region mit einem Radius von 30 Kilometern um den havarierten Reaktorblock zum Sperrgebiet erklärt. Zwei Städte und zahlreiche Dörfer wurden evakuiert, 250.000 Menschen umgesiedelt. Auf dem Gebiet jenseits dieser Todeszone, in den sogenannten schwach kontaminierten Siedlungsgebieten, konnten die Menschen selbst entscheiden, ob sie bleiben oder gehen. Doch was weiß man eigentlich über diese "Grauzonen"?
30 Jahre nach Tschernobyl und fünf Jahre nach Fukushima ist es an der Zeit, sich mit den langfristigen Folgen von Reaktorunfällen auseinanderzusetzen und die Erfahrungen der Betroffenen wissenschaftlich zu untersuchen. Was genau ist ein kontaminiertes Gebiet? Und wie sieht ein Leben in solch einem Gebiet aus? Welchen Gefahren sind die Bewohner konkret ausgesetzt?
Menschen aus drei geografisch sehr unterschiedlichen Regionen in Weißrussland, Norwegen und Japan schildern ihren Alltag in radioaktiv verseuchter Umgebung - ein Leben, in dem sich Gewissheiten relativieren und wo selbst die Wissenschaft immer noch an ihre Grenzen stößt.
Dokumentarfilm Frankreich 2016
* THEMA Spezial: 30 Jahre Tschernobyl
Am 26. April 1986 ereignet sich in Tschernobyl die bisher schwerste nukleare Havarie aller Zeiten. Viele Menschen leiden bis heute an den Spätfolgen der Katastrophe. 30 Jahre nach Tschernobyl und fünf Jahre nach dem GAU von Fukushima begibt sich THEMA am Dienstag in die radioaktiv belasteten Gebiete, zeigt den Lebensalltag der Menschen und wirft mit zwei weiteren preisgekrönten Filmen unbequeme Fragen auf: In "Der russische Specht" forscht der exzentrische Künstler Fjodor Alexandrowitsch nach dem wahren Grund für den Reaktorunfall von Tschernobyl. Und Filmemacher Edgar Hagen macht sich in seiner "Reise zum sichersten Ort der Erde" auf die Suche nach dem idealen Endlager für hoch radioaktiven Müll.
ARTE Future begleitet den Themenabend online mit zahlreichen Informationen rund um das Thema Kernkraft sowie einem Dossier zu den Konsequenzen des Super-GAUs von Tschernobyl: future.arte.tv
Regie: Olivier Julien\nProduzent: ARTE F\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 26.04.2016 um 20:15 Uhr auf arte.