Hannes Jaenicke trifft dabei Jäger und Wildhüter, Bärenmanager und Tierparkleiter. Sie alle kannten Bruno und seine ungewöhnliche Vorgeschichte. Stück für Stück enträtselt Hannes Jaenicke, warum der Bär sich so anders verhielt, als die Behörden von ihm erwarteten. Hannes Jaenicke erfährt, wie andere europäische Länder mit den Wildtieren umgehen, Konflikten vorbeugen und die Bären "managen". Hautnah ist er dabei, wenn in Slowenien Bären gefüttert und gejagt werden. Er begleitet auch italienische Wildhüter, die mit Waffengewalt randalierende Bären aus Siedlungen vertreiben. Schließlich schaut Hannes Jaenicke, wie sich Deutschland auf Bäreneinwanderer vorbereitet. Es eilt: In Norditalien leben bereits wieder über 40 Bären und vermehren sich schnell. Wanderfreudige Exemplare könnten innerhalb weniger Tage Bayern erreichen. Diesmal will man dort besser vorbereitet sein als 2006. Damals lief ein Bär zum ersten Mal seit der Ausrottung der Art vor rund 170 Jahren durch deutsche Wälder. Auf seinem Weg riss er Schafe, brach Bienenhäuser auf und verwüstete Hühnerställe. Alle Versuche, ihn einzufangen, schlugen fehl. Der Abschuss des Bären führte zu vielfältigen Protesten und internationalen Spannungen. Hannes Jaenicke stellt fest: Seit Bruno hat sich einiges getan - aber reicht das aus? Hannes Jaenickes abenteuerliche Reise offenbart unser zwiespältiges Verhältnis zu einem ganz normalen Wildtier, das wir gerne als Teddybär verhätscheln oder als Bestie verurteilen. Ruhig und sachlich versucht er die Frage zu klären: Sind wir schon bereit, wieder mit Braunbären zu leben?
In der Reihe "Erlebnis Erde"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 25.04.2016 um 14:15 Uhr auf BR.