Château Carbonneau ist eines von rund 3.000 Weingütern, die rund um Bordeaux liegen. Die Besitzer, das Winzerehepaar Jacquie und Wilfrid Franc de Ferrière, vermieten dort fünf Gästezimmer. Wer bei ihnen logiert, darf ihren Wein nicht nur probieren, sondern auch bei der Weinlese helfen.
Wilfrid nimmt seine Gäste gerne mit in den Fasskeller, wo der Wein rund elf Monate in Eichenfässern reift. Dort lässt sich die Fachsimpelei über die Eigenschaften des Weines im idealen Ambiente zelebrieren. Der Film zeigt auch, mit welchem Aufwand die klassischen Bordelaiser Weinfässer hergestellt werden. Der Fassmacher ist zugleich Hobbypilot und nimmt Wilfrid mit auf einen Rundflug, um die Region sowie sein Schloss von oben zu sehen. Wilfrids Frau Jacquie stammt aus Neuseeland, und weil sie eine Vorliebe für Rosen hat, hat sie auf dem Anwesen Rosenstöcke gepflanzt.
Bei ihrer Arbeit hilft ihr eine neuseeländische Praktikantin, der Jacquie auch Einblick in die französische Lebensart gibt. Sie erklärt ihr zum Beispiel typisch regionale Rezepte, etwa das für Cannelés, eine Süßspeise, die es ohne Rotwein nicht gäbe. Jacquie kocht jeden Abend für ihre Gäste. Zum stilvollen Diner gibt es natürlich die hauseigenen Weine und Kaviar aus der Region.
Der Film unternimmt Ausflüge ins Stadtzentrum von Bordeaux, etwa zu den Antiquitätenhändlern im Chartrons-Viertel, aber auch zu anderen Attraktionen, die von Bordeaux aus gut erreichbar sind wie das Becken von Arcachon, in dem Austern gezüchtet werden, zur Dune du Pilat, der größten Wanderdüne Europas, zum Phare de Cordouan, dem ältesten Leuchtturm Frankreichs, der noch bemannt ist, oder nach Saint-Émilion in einen unterirdischen Weinkeller, der früher ein Steinbruch war.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 19.04.2016 um 14:30 Uhr auf WDR.