Ein Leben ohne Störche ist für Michael Kaatz undenkbar! Der heute 44-Jährige wuchs auf dem Storchenhof Loburg bei Magdeburg auf. Die schwarzweißen Vögel waren seine ersten Spielkameraden. Noch heute klopft sein Herz, wenn im Frühjahr die Störche aus dem Süden zurückkehren. Von dem Zeitpunkt an dreht sich auf dem Kaatzschen Hof alles nur noch um Meister Adebar. Michael, inzwischen studierter Biologe und Doktor der Ornithologie, hat den Hof schon vor Jahren von seinem Vater übernommen. Seit der Gründung der Rettungsstation wurden hier über 1.500 kranke und verletzte Störche aufgenommen. Ziel ist es, die Vögel wieder auszuwildern. Sie sind keine Haustiere, sie gehören in die Natur.
Michael ist überzeugter Christ. Jedem freigelassenen Storch gibt er seinen Segen mit auf den Weg. "Ich entlasse sie quasi in Gottes Hand". Dass sie dort ziemlich gut aufgehoben sind, merkt er daran, dass viele Tiere überleben und immer wieder zurück nach Loburg kommen. Das macht ihm Mut, sich weiter unermüdlich für die bedrohten Tiere einzusetzen. Seit Jahren erforscht Michael anhand winziger Ortungssender das Verhalten der Störche. Die Ergebnisse sind alarmierend: Die intensive Landwirtschaft zerstört die Lebens- und Futterräume der Störche. Michael Kaatz hält dagegen! Gemeinsam mit seinem Vater kauft er vom Ersparten Feuchtgebiete auf, um diese vor der intensiven Bewirtschaftung zu schützen. Ihm geht es um die Bewahrung der Schöpfung und um Storchenparadiese.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 16.04.2016 um 18:45 Uhr auf MDR.