ESC zum Schließen · Enter zum Suchen

Thema: Schlachtfeld Syrien

Moderation: Ina Baltes
Dienstag, 29.03.2016 09:15 Uhr
Phoenix
Dienstag
29.03.2016
09:15 Uhr
Teilen:
Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild


* Damaskus - Paradies in der Wüste, Syrien

Wenn die Karawanen in das Stadtgebiet einzogen, wurden sie empfangen von üppigem Grün, sprudelnden Wasserfontänen, kühlender Architektur. Damaskus, der Name klingt schon in den Ohren nach Verzauberung, nach Märchenland. So haben die Dichter auch die syrische Stadt gepriesen: als die Geheimnisvolle, die Lebendige, die Mutter aller Städte, die Perle des mittleren Ostens.
In einer der größten und fruchtbarsten Oasen Vorderasiens gelegen, zieht der Ort seit Jahrtausenden die Menschen magisch an. Das hat die Metropole am Fusse des Berges Qassyun zu einer der ältesten Städte der Menschheitskultur gemacht. Damaskus, schillernd wie die vielen Völker, die sich hier niederließen, heilig wie die großen Religionen, die hier aufeinander treffen, betriebsam und nimmermüde das Handelszentrum, die Schnittstelle zwischen Ost und West. Seit vier tausend Jahren eine kontinuierliche Stadtgeschichte, die heute genauso dynamisch ist wie zu Zeiten der Pharaonen, der Römer, der Omajjaden, der christlichen wie islamischen Bekehrung.
"Wenn es das Paradies auf Erden gibt, dann gehört Damaskus ohne Zweifel dazu, und wenn das Paradies im Himmel liegt, dann ist Damaskus sein irdisches Gegenstück", schrieb der andalusische Reisende Anfang des 12. Jahrhunderts. Wer heute durch die endlosen, schattigen Souks der Altstadt zeiht, vorbei an den prächtigen Karawansereien, Hamams, Koranschulen und Palästen, kann zwischen all den kunstvollen Mauern immer wieder eintauchen in die üppigen Gärten, die im Innern der Häuser verborgen liegen. Die arabische Welt offenbart sich hier wie nirgendwo sonst in ihrer authentischen Vielfalt.
(Film von Horst Brandenburg)

* Palmyra- Königin der Wüste

Im 2. und 3. Jahrhundert war Palmyras große Zeit. Das Geschäft mit den Karawanen blühte. Der wirtschaftliche Erfolg brachte Palmyra auch politische Macht. Hier residierte der Statthalter der römischen Provinz des Orients. Die Erscheinung und das Leben in der Stadt wurde nach römischem Vorbild verändert. Es entstand ein Forum, ein Amphitheater, Tempelanlagen und Straßen. Die Geschichte Palmyras sind aber nicht nur imposante Bauwerke, es ist auch die Geschichte von Menschen, die das Geschick dieser Stadt gelenkt haben.
Der Film erzählt von der schönen Zenobia. Sie selbst ernannte sich zur Königin von Palmyra und eroberte Ägypten, die Kornkammer des Römischen Reichs. Doch Zenobia wird von den Römer geschlagen und muss mit ihnen die Stadt verlassen. Palmyra wird verschont. Aber die Stadt erhebt sich ein zweites Mal, kurz nach dem Abzug der Truppen und diesmal kennen die Römer keine Gnade: Palmyra wird geplündert und geschleift. Doch der Mythos, der zwischen den großen Ruinen im Wüstensand geblieben ist, ist auch heute noch lebendig.
(Film von Jens Dücker)

* Tage des Zorns - Syrien

Das Jahr 2011 ist in die Geschichte eingegangen als das Jahr des Arabischen Frühlings. Landesweite Solidaritätsbekundungen in Tunesien und Demonstrationen gegen soziale Ungleichheit und Korruption wuchsen sich in rasender Geschwindigkeit zu wütenden Massenprotesten und Volksaufständen im gesamten arabischen Raum aus. Auslöser für diese Rebellionen war die Selbstverbrennung eines jungen tunesischen Gemüsehändlers am 17.12.2010.
Der Bürgerkrieg in Syrien führte zu einem Flächenbrand. Er bewegte und beeinflusste wie fast kein anderer die Weltpolitik. Ein Flächenbrand, der eine der weltweit größten Fluchtbewegungen auslöste, und der in seinen Auswirkungen mitten in Europa angekommen ist.
(Film von Sybille Müller)

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 29.03.2016 um 09:15 Uhr auf Phoenix.