Der Mensch braucht ein Dach über dem Kopf. Aber wer kann sich vorstellen, in einem Leuchtturm zu wohnen? Sich in einem Bunker häuslich niederzulassen? Oder ein Gewächshaus zu den eigenen vier Wänden zu machen? Manche erfüllen sich solche Wunschträume und machen Mühlen, Kirchen oder Waggons zu ihrem Wohnsitz.
„My home is my castle“ - einigermaßen sicher und bequem soll die Heimstatt sein. Aber man braucht heutzutage längst keine feste Burg oder ein saniertes Prachtschloss mehr, um die Vorstellung vom ungewöhnlichen Wohnen in die Tat umzusetzen. In Brandenburg sind es zum Beispiel stillgelegte Bahnhöfe, außer Betrieb gesetzte Wassertürme und leer stehende Kasernen, die zu exklusiven Wohnungen umfunktioniert werden.
Hausboote boomen ohnehin im Land der dreitausend Seen. Auch ehemalige Brauereien, Speicher und Scheunen stehen hoch im Kurs, während in Berlin ein findiges Unternehmen Baumhäuser aus Massivholz anbietet und damit Kindheitsträume wahr werden lässt. Im Fachjargon spricht man von der “Umnutzung von Nichtwohngebäuden”, was nur höchst unzureichend erklärt, welche Anstrengungen oft dahinter stecken. Es erfordert meist Entschlossenheit, einen langen Atem und nicht zuletzt das nötige Kleingeld, um sich seine gute Stube ganz individuell und fern von Konventionen einzurichten.
Die Sendung präsentiert eine Auswahl der ungewöhnlichsten Wohnobjekte. Wohn-Expertin Enie van de Meijklokjes, Möbel-Designer Rafael Horzon, Schauspieler René Hofschneider, Moderatorin Anastasia Zampounidis und andere Interviewgäste plaudern über ihre großen und kleinen Wohnträume.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 09.04.2016 um 01:45 Uhr auf RBB.