Außerhalb von Lissabon thront über dem Bergort Sintra der Kummerpalast. Sein Erbauer mischte alle erdenklichen Stile vom Rokoko bis hin zu maurischen Elementen nach seinem Geschmack. Das Märchenschloss auf dem luftigen Hügel bot dem Hof für die heißen Sommermonate einen Zufluchtsort, der einen atemberaubenden Blick über den Atlantik gewährt.
Der Palácio Nacional de Mafra demonstriert als Klosterschloss den Größenwahn von König João V. Doch die eigentliche Schatzkammer ist die Bibliothek.
Lissabon, die Stadt der sieben Hügel, war eine stolze und reiche Metropole, als sie am 1. November 1755 die Folgen eines verheerenden Erdbebens zu spüren bekam. Mehr als 60.000 Menschen starben an diesem Tag, und nur wenige Gebäude konnten den immensen Naturkräften Stand halten. Der Palácio dos Marqueses de Fronteira ist einer der wenigen, die wegen ihrer günstigen Hügellage das Beben unbeschadet überstanden. So zeugt der Renaissancepalast vom Prunk des portugiesischen Adels zur Blütezeit Lissabons. Die Nachfahren des Bauherrn leben bis heute auf Fronteira.
Kaum mehr als fünf Meilen vom Zentrum Lissabons entfernt liegt das Schloss Queluz - "welch ein Licht". Der rosarote Palast ist ein vollkommenes Beispiel für das portugiesische Rokoko.
Europas Schlösser sind einzigartig. Die fünfteilige Reihe "Schlösserwelten Europas" erkundet auf den Spuren des europäischen Adels das Loire-Tal in Frankreich, Baden- Württemberg, Südengland, das italienische Piemont und die
Schlösser um Lissabon in Portugal.
Ein Film von Gero von Boehm.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 08.04.2016 um 18:25 Uhr auf arte.