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Abenteuer Erde: Mississippi (1)

Der wilde Norden
Freitag, 08.04.2016 14:30 Uhr
WDR
Freitag
08.04.2016
14:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Der Mississippi ist ein Fluss der Superlative, eine nordamerikanische Legende. Von der Quelle in Minnesota bis zu seinem riesigen Mündungsgebiet bei New Orleans legt der wasserreichste und mächtigste Fluss der USA fast 4.000 Kilometer zurück. Er durchquert nahezu das gesamte Staatsgebiet der USA und fließt durch acht Bundesstaaten.
Egal, wer an diesem riesigen Fluss lebt, jeder muss mit den Wassermassen zurechtkommen.
Im Herbst 2010 führt der Mississippi bereits mehr Wasser als üblich. Der Sommer war ungewöhnlich nass. Der Fluss ist bis an den Rand gefüllt, als er etwa 170 Kilometer von der Quelle entfernt in den Lake Winnibigoshish fließt. Für kurze Zeit verwandelt sich der Mississippi in ein Paradies für Tausende Wasservögel, die vom immer kälter werdenden Norden in südliche Regionen ziehen. In Minnesota treffen sie auf einen der größten Überwinterungsplätze des Nationalvogels der USA - den Weißkopfseeadler. In waghalsigen Flugmanövern pflücken sich die mächtigen Greifvögel ein Blässhuhn nach dem nächsten aus den Fluten.
Gut 200 Kilometer weiter südlich lebt der Rotluchs. Die schöne Wildkatze wird nur gut doppelt so groß wie Hauskatzen. Und ähnlich wie die Hauskatze ist sie eine hervorragende Jägerin. Im mittlerweile hohen Schnee haben selbst perfekt Haken schlagende Baumwollschwanzkaninchen keine Chance ihr zu entkommen.
In den Wäldern Minnesotas haben dank strengen Schutzes Wölfe überlebt. Einst stark bejagt, sind es heute wieder gut 3.000 Exemplare. Schlechte Nachrichten für den behäbigen Baumstachler - auch wenn er sich als "lebendes Nadelkissen" fühlt - einem erfahrenden Wolf kann er nichts entgegensetzen.
Der Mississippi ist in dickem Eis erstarrt wie selten zuvor. Der zugefrorene Fluss ist ein tragfähiger Wanderweg geworden - für Weißwedelhirsche etwa, oder Koyoten. Der große Strom lässt sich nun sogar mit schweren Schneemobilen gefahrlos befahren. Die Männer bereiten einen besonderen Fischzug vor. Mit Motorsägen fräsen sie Löcher ins Eis, und lassen Netze in die Tiefe gleiten. Anschließend beginnt die Treibjagd: mit lärmenden Pistenfahrzeugen treiben sie die verängstigen Fische in die Enge und ziehen sie in Massen aus dem Wasser.
Allmählich geht der strenge Winter zu Ende und die Eisdecke des Flusses reißt auf. Nun schmelzen alle Niederschläge der vergangenen Monate binnen kurzer Zeit. Wird es zu einem Jahrhunderthochwasser kommen?
Ein Film von Brian Armstrong

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 08.04.2016 um 14:30 Uhr auf WDR.

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08.04.2016 14:30WDR05.04.2016 20:15WDR