Seit der Marineoffizier Vitus Bering im Dienste Russlands als erster Europäer Alaska entdeckt hatte, war der Handel mit dem kostbaren Pelz des Seeotters ein Monopol des Zarenreichs. Jahr für Jahr landeten Tausende von Otterfellen auf den unersättlichen Märkten in Asien, Amerika und Europa. Der teuerste Pelz der Welt galt als "weiches Gold" und machte Zaren und Händler reich.
Bald schrieb der Seeotter Welt- und Kulturgeschichte. Denn wegen seines Felles wurde das Land aus Eis und Schnee von Russland besiedelt, ebenso wie Teile der kalifornischen Küste. Die ursprüngliche Bevölkerung wurde versklavt, fast ausgerottet. Sogar das Ausländern bislang verwehrte China öffnete seine Handelswege für die begehrten Otterfelle.
Doch in den 1860er Jahren war die Population der Seeotter fast zerstört und das Tier nahezu verschwunden. Und selbst diese Tatsache veränderte noch die Weltkarte. Denn Russland verkaufte die nun scheinbar wertlos gewordene Übersee-Kolonie Alaska, ein Territorium von fast zwei Millionen Quadratkilometern, für nur 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten von Amerika.
Gemeinsam mit dem Experten Phil Sammet entdeckt das Filmteam die fast ausgestorbene Tierart des Seeotters wieder und besucht die historischen Schauplätze, an denen sich dessen Schicksal entschied.
Ein Film von Volker Arzt und Claudine Pachnicke
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 04.04.2016 um 15:15 Uhr auf RBB.