Jedes Jahr gehen in Frankreich 14 Millionen Zuschauer in den Zirkus und lassen sich von der Magie dieser Welt verzaubern. Der erste Zirkus mit festem Spielort wurde 1782 in Paris von Philip Astley gegründet, einem der Gründerväter des traditionellen Zirkus. Seither spielt Frankreich eine zentrale Rolle in der klassischen Zirkuskunst. Im Mittelpunkt der französischen Zirkusgeschichte steht die Familie Bouglione: Sie führt seit mehr als 80 Jahren den Cirque d'Hiver in Paris. Bis heute hat er seine feste Spielstätte in einem prächtigen Gebäude, das Mitte des 19. Jahrhunderts eigens für ihn erbaut wurde. Sarah Schwarz erkundet die Welt hinter den Kulissen und macht die Bekanntschaft einer beeindruckenden Familie.
Sampion Bouglione öffnet für sie das Privatmuseum der Familie, in dem Bilder des Fotografen Richard Avedon neben Kostümen des Gewandmeisters Vicaire hängen. In der Manege übt Rene Casselly mit seiner Familie, nach einem gewagten Dreifachsalto auf dem Rücken eines Elefanten zu landen - das alles unter dem wachsamen Auge des 81-jährigen Emilien Bouglione. Mit ein klein wenig Wehmut erinnert er sich an seine atemberaubenden Trapez-Nummern an der Seite der schönen Gina Lollobrigida ...
Die deutsch-französische Zirkusartistin Sarah Schwarz entführt den Zuschauer auf eine Entdeckungsreise in die Welt des Zirkus. Vor der Gründung ihres Piglet Circus hat die Seiltänzerin bereits mit ganz großen Zirkusartisten zusammengearbeitet und war von Beginn an fasziniert von diesem Milieu. Ihre Zirkus-Geschichten berichten von der Verbundenheit der Völker mit ihren Traditionen, die bis heute fortleben, wenn auch angepasst an den Wandel der Zeit. Ganz gleich ob große Manege oder kleiner Wanderzirkus - in den Shows bringt das Zusammenspiel verschiedener Kulturen immer wieder neue Traumwelten hervor.
Dokumentationsreihe Frankreich 2015
Regie: Jean-Thomas Ceccaldi\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 22.03.2016 um 06:15 Uhr auf arte.