Die endlosen Eiswüsten und Tundren ziehen sich vom Weißen Meer an der Grenze Finnlands bis nach Tschukotka im äußersten Nordosten an der Beringstraße, nur einen Steinwurf von Alaska entfernt. Hier liegt auch die Wrangelinsel. Dort sammeln sich im Sommer große Gruppen von Eisbären, um auf die Ankunft der Walrosse zu warten. Nach eher mageren Wochen hoffen die größten Bären der Erde auf einfache Beute; aber die Kolosse des Meeres wissen sich zu wehren.
Im äußersten Westen der Arktis, im Weißen Meer, liegt die Kinderstube von Sattelrobben und Belugas. Sie finden hier ideale Bedingungen, um ihre Jungen aufzuziehen. Einen härteren Start haben junge Schneekraniche in Tschukotka: Ihre Eltern legen am Ende des Arktischen Winters ihre Eier und die müssen beständig warm gehalten werden. Schon eine halbe Stunde in der eisigen Luft zerstört die Brut. Schneekraniche kommen nur in Russland vor. Im Gegensatz zu Schneegänsen, die auf Wrangel brüten. Sie müssen sich vor den diebischen Polarfüchsen in Acht nehmen, die es sowohl auf ihre Eier als auch auf die Küken abgesehen haben.
Im kurzen arktischen Sommer versuchen die Füchse, so viel Nahrung wie möglich für ihre Jungen zu finden. Denn eines ist sicher in der russischen Arktis: Nach wenigen Wochen des Überflusses regiert wieder der dunkle Winter.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 27.02.2016 um 12:30 Uhr auf MDR.