Anna Prohaska lässt die Musik, die sie singt, wie Musik klingen, die gerade eben geschrieben wurde und nicht schon hunderte von Jahren alt ist. Sie macht aus den Bühnenfiguren, die sie verkörpert, Charaktere unserer Zeit, Menschen, die man täglich auf der Straße treffen könnte. Gleichzeitig aber liebt Anna Prohaska Fabelwelten: manchmal verwandelt sie sich in Feen und Nymphen, in böse und gute Zauberinnen.
Andreas Morells Film "Die Fabelwelten der Anna Prohaska" zeigt eine moderne Frau, die einem barocken Repertoire Unmittelbarkeit und Lebendigkeit verleiht: ganz gleich, ob es eine Eifersuchtsarie auf dem Bahnhof Berlin-Alexanderplatz ist (Vivaldis "Alma Oppressa"), ein modernes Liebesmärchen (Händels "Tornami"), oder ein herzzerreißendes Lamento (Monteverdi) in einem alptraumhaften Krankenhaus.
Die Musikstücke im Überblick:
* Francesco Cavalli (La Calisto): "Restino Imbalsamate"
* Georg Friedrich Händel (Alcina): "Tornami a vagheggiar"
* Georg Friedrich Händel (Rinaldo): "Furie terribili"
* Claudio Monteverdi: "Lamento della Ninfa"
* Henry Purcell (The Fairy Queen): "See, even Night herself is here"
* Henry Purcell (The Fairy Queen): "O, let me forever weep"
* Antonio Vivaldi (La Fida Ninfa): "Alma Oppressa"
Koloratursopran: Anna Prohaska\nKomponist: Francesco Cavalli, Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Claudio Monteverdi\nOrchester: Ensemble Sans Souci Berlin, Ensemble Arcangelo\nRegie: Andreas Morell\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 25.02.2016 um 23:30 Uhr auf RBB.