Sentinels (Wächter) heißen die neuen Satelliten, die in 700 Kilometern Höhe um unsere Erde kreisen. Wächter über alles, was hier unten passiert: Erdbeben, Waldbrände und Unwetter, aber auch über das Auswuchern von Städten, das Schwinden der Wälder und des Gletschereises.
Europa hat eine beispiellose Mission gestartet, Copernicus, deren Ergebnisse überlebenswichtig werden können. Denn zusammen mit Daten vom Boden lassen sich Modelle entwickeln, die zeigen, wie sich in Zeiten des Klimawandels die Vegetation in jeder Regionen ändern wird und wie man am besten gegensteuern kann. An vielen Orten der Welt, von Brasilien bis in die norddeutsche Tiefebene, sind Wissenschaftler aus Berlin und Brandenburg aktiv, um aus Fernerkundungsdaten Handlungsoptionen zu machen.
Immer genauer wird der Blick auf unsere Erde auch dank Spezialkameras aus Berlin. Aus hochaufgelösten Bildern von Himalaya-Gebirgstälern und dem Mount Everest werden 3D-Modelle, die Gletscher-, Geoforscher und Bergretter gern nutzen würden. Doch oft ist es ein langer Weg, bis spannende technische Entwicklungen in der Praxis ankommen. Immerhin konnten Luftbilder von Kathmandu beim Erdbeben im April in Nepal helfen.
"OZON unterwegs“ verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 23.02.2016 um 16:15 Uhr auf PHOENIX.