

Von "einem der größten Trümmerhaufen der Welt" sprachen amerikanische Berichterstatter nach Kriegsende. Neunzig Prozent aller Gebäude in der Innenstadt waren zerstört. Doch über den Trümmern ragten zwei Türme trotzig in den Himmel: Der Kölner Dom hatte siebzig Bombenangriffen mehr oder weniger "überlebt". Viele Kölner glauben bis heute, dass man "ihren" Dom absichtlich geschont habe - ein Mythos. Der Dom, Kölns Wahrzeichen, bestimmt nicht nur die Silhouette der Stadt, sondern spiegelt einen Grundzug der Kölner Mentalität.
632 Jahre und zwei Monate hatten die Bauarbeiten am Kölner Dom gedauert. 632 lange Jahre war er nicht fertig geworden. Der längste Baustopp dauerte sogar 300 Jahre. Gründe gab es viele: weil man sich nicht einig war, weil das Geld fehlte und weil man in Köln immer schon gut mit dem Provisorium gelebt hatte. Bis heute.
Frei nach dem Motto "schön kann jeder" kultiviert man in Köln die ewige Baustelle. "Es gab eine Symphonie der kleinen Betonmischer", erinnert sich Rolly
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 17.05.2024 um 21:00 Uhr auf WDR.