

Entscheidend für die Entwicklung des asiatischen Kontinents waren die Kollision mit dem indischen Subkontinent und das Aufeinandertreffen mit der Pazifikplatte. Als Indien nach Norden driftete, stieß es mit Asien zusammen, hob das tibetische Plateau an und führte zu Erdbeben sowie gewaltigen Erdspalten. Die Folgen sind bis heute in Nepal, China und insbesondere in der Gebirgsregion Kunlun Shan spürbar. Doch mitunter haben diese auch überraschende Folgen: In der Wüste Badain Jaran gelangte durch solche Spalten Wasser aus den Hochebenen unter die Dünen, sodass mitten in der Trockenheit kleine Seen entstanden.
Beim Zusammenstoß mit Asien wurden südöstliche Teile des Kontinents in Richtung Meer gedrückt und teilweise zu Inseln. Auf Java war der Meeresspiegel zeitweise so niedrig, dass Urmenschen die Insel zu Fuß erreichen konnten.
Besonders deutlich zeigt sich die Plattentektonik in Japan. Gegenüber dem Marianengraben gelegen, ist das Land stark von Erdbeben, Tsunamis und Vulkanismus geprägt, wie die Katastrophe von 2011 zeigte. Auch die Vulkane des Pazifischen Feuerrings in Japan und Indonesien gehen auf diese Prozesse zurück; zugleich brachten sie wertvolle Rohstoffe wie Gold an die Oberfläche.
Wie es mit dem asiatischen Kontinent weitergeht, wird sich wohl im Zentrum des Erdteils entscheiden: Am Baikalsee öffnet sich eine Erdspalte, die sich eines Tages mit Wasser füllen und Asien teilen könnte.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 19.11.2026 um 09:40 Uhr auf arte.