ESC zum Schließen · Enter zum Suchen

Ein NS-Verbrecher auf Jobsuche

Die Flucht von Walther Rauff
Dienstag, 10.11.2026 20:15 Uhr
arte
Dienstag
10.11.2026
20:15 Uhr
Teilen:

Die erste Folge der Dokumentation "Ein NS-Verbrecher auf Jobsuche" zeichnet den Fluchtweg des NS-Kriegsverbrechers Walther Rauff nach - von den Schlachtfeldern Osteuropas bis nach Lateinamerika. Rauff, eine Schlüsselfigur des NS-Terrors, war auch für Massenmorde verantwortlich und entzog sich nach 1945 systematisch der Strafverfolgung.
1942 entwickelte Rauff eine besonders perfide Mordmethode: Gaswagen, die als mobile Tötungsmaschinen in den besetzten Gebieten eingesetzt wurden. Als die Erschießungen für die Soldaten "zu belastend" wurden, sollte Rauff eine "effizientere" Lösung finden. Später wurde er nach Tunesien versetzt, wo er die Deportation der nordafrikanischen Juden plante - ein Vorhaben, das nur durch die Niederlage der Wehrmacht verhindert wurde.
In Norditalien leitete Rauff als Gestapo-Chef brutale Operationen gegen Partisanen und die jüdische Bevölkerung. Doch als die Niederlage nahte, wechselte er die Seiten: Über Kontakte zur katholischen Kirche, darunter Bischof Alois Hudal, sicherte er sich Fluchthilfe. US-Geheimdienste, darunter der spätere CIA-Chef Allen Dulles, zeigten wenig Interesse an seiner Festnahme - im beginnenden Kalten Krieg galten ehemalige Nazis plötzlich als nützliche Verbündete gegen die Sowjetunion und den Kommunismus.
Rauff floh aus einem Internierungslager in Rimini, tauchte in Rom unter und organisierte von dort die Flucht weiterer NS-Täter in den Nahen Osten. 1948 wurde er persönlicher Berater des syrischen Diktators Husni az-Za'im. Selbst der israelische Geheimdienst kontaktierte ihn, um Informationen über die syrische Armee zu erhalten.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 10.11.2026 um 20:15 Uhr auf arte.

Livestream
Details
Alternative Ausstrahlungstermine
10.11.2026 21:00arte10.11.2026 20:15arte