In der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn entwickelte sich Wien zur imperialen Metropole und erhielt ihr unverwechselbares, typisch habsburgisches Erscheinungsbild. Das 19. Jahrhundert ist geprägt von epochalen Veränderungen. Das Kaisertum Österreich geht aus den Napoleonischen Kriegen als europäische Großmacht hervor. Die Eisenbahn verbindet entlegene Orte des Vielvölkerreichs, viele Städte werden im k.-u.-k.-Stil ausgebaut. Die Dokumentation "Die Habsburger in Europa - Ein letzter Glanz" zeigt die Veränderungen im 19. Jahrhundert auf, die das Habsburgerreich erschüttern und das Herrscherhaus vor enorme Aufgaben stellt. Von der Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress und der Revolution von 1848 über den Konflikt der deutschen Großmächte Österreich und Preußen bis zum Ausbau der Eisenbahn und der Nationalitätenfrage spannt sich der Bogen. Vier österreichische Kaiser bestimmen die Geschicke der Monarchie von ihrer Gründung bis zum Ende habsburgischer Herrschaft in Europa nach dem Ersten Weltkrieg 1918. Der Film zeigt, wie die österreichischen Kaiser Franz I., Ferdinand I., Franz Joseph I. und schließlich Karl I. auf die Herausforderungen ihrer Zeit reagiert haben. Kriege gegen Italien, Preußen und auf dem Balkan erschüttern das Reich, das sich gleichzeitig zu einem modernen, glanzvollen Staat entwickelt. Aus dem mittelalterlichen Wien wird eine pulsierende Weltstadt, die Hofburg wird im imperialen Stil ausgebaut, die prächtige Ringstraße mit ihren Palais entsteht. Auch Städte wie Budapest oder Triest erstrahlen bald in neuem, imperialem Glanz. Entlang der neuen Eisenbahn entstehen noble Kur- und Sommerfrischeorte wie Pörtschach am Wörthersee oder Abbazia (Opatija) an der Adria. Dort trifft sich, wer Rang und Namen hat im Habsburgerreich. Die filmische Reise führt aber auch zu bedeutenden und beliebten Sitzen der Habsburger, zu Schlössern, die neu errichtet werden oder ein letztes Mal in kaiserlichem Glanz erstrahlen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 07.10.2026 um 03:30 Uhr auf ORF 3.