Nach seiner Taufe führt König Harald Blauzahn Dänemark zu neuer Blüte. Doch der Frieden trügt. Denn entmachtete Stammesfürsten warten auf eine Gelegenheit, ihn zu stürzen. Haralds größter Gegner ist sein Sohn Sven Gabelbart: ehrgeizig, populär und auf Seiten der heidnischen Fürsten. Nach dem Tod Kaiser Ottos II. wittert Sven seine Chance - und greift in Dänemark nach der Macht. Es kommt zum Verrat am eigenen Vater. Es ist das Jahr 987 oder 988 nach Christus. In Dänemark wächst der Widerstand gegen den legendären König Harald Blauzahn. Vor allem die mächtigen Stammesfürsten grollen - wegen hoher Abgaben, kostspieliger Bauprojekte und der fortschreitenden Christianisierung des Landes. Offiziell gilt Dänemark zwar als christlich, doch hinter verschlossenen Türen verehren viele noch immer die alten Götter Thor und Odin. Archäologische Funde belegen, wie pragmatisch viele von Haralds Untertanen mit dem neuen Glauben umgingen. So haben Forschende in Trendgården eine Gussform entdeckt, die es dem Schmied ermöglichte, sowohl Kreuze als auch den Thorhammer in ein und derselben Form herzustellen - der Kunde ist König. Für Harald ist die Christianisierung Dänemarks nicht nur ein religiöses Projekt, sondern auch ein machtpolitisches Programm. Als christlicher Herrscher präsentiert er sich als von Gott eingesetzter König und schwächt so die religiöse und politische Stellung der bisherigen Stammesfürsten. Mit großen Bauprojekten im ganzen Land demonstriert er seine Macht - darunter Ringburgen wie Fyrkat, die zu den eindrucksvollsten Anlagen Skandinaviens zählen und heute Teil des UNESCO-Welterbes sind. Er prägt die Landschaft Dänemarks sichtbar um und macht gleichzeitig die lokalen Häuptlinge im Vergleich zu seiner Herrschaft klein. Nach dem Tod Ottos des Großen im Jahr 973 versucht Harald, den Einfluss des römisch-deutschen Reiches abzuschütteln, und gerät in militärische Auseinandersetzungen mit dessen Nachfolger Otto II.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 16.10.2026 um 02:00 Uhr auf ZDFinfo.