

Am 19. Februar 2020 erschießt ein Rassist neun junge Menschen in Hanau. Zurück bleiben Familien und Überlebende, die um Aufklärung kämpfen und gegen das Vergessen der Tat. In eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern erzählt der Dokumentarfilm aus ihrer Perspektive von Schmerz, Wut und dem langen Schatten dieser Gewalt. Der Täter, ein 43-jähriger Rechtsextremist, tötete gezielt neun Menschen mit Migrationsbiografie: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtovic, Vili Viorel Paun, Fatih Saraçoglu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Die Angehörigen deckten Versäumnisse auf: ein nicht durchgängig erreichbarer Notruf, ein verschlossener Notausgang. Regisseur Marcin Wierzchowski begleitet sie seit dem Anschlag in ihrem Kampf um Aufklärung und Erinnerung. Der Film zeigt strukturellen Rassismus - in der Tat und im Umgang der Behörden - und wie die Hinterbliebenen selbst die Rekonstruktion der Nacht übernehmen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 20.10.2026 um 22:00 Uhr auf HR.