Im Mittelpunkt steht das Klavierkonzert Nr. 4 in g-Moll, op. 40 von Sergej Rachmaninow, ein Werk, das weit seltener zu hören ist als seine berühmteren Vorgänger und gerade deshalb besondere Aufmerksamkeit verdient. Es ist das letzte Klavierkonzert des Komponisten und zeigt ihn von einer konzentrierten und stellenweise überraschend modernen Seite.
Entstanden 1926 im Exil und 1927 in Philadelphia uraufgeführt, stieß das 4. Klavierkonzert zunächst auf eine eher zurückhaltende Resonanz; bis heute steht es etwas im Schatten des populäreren zweiten und dritten Konzerts, gilt aber gerade wegen seiner verdichteten Sprache und seines ungewöhnlichen Tons als besonders reizvoll.
Den Solopart übernimmt der junge Wiener Pianist Lukas Sternath, der sich in den vergangenen Jahren als eine der markantesten Stimmen seiner Generation profiliert hat. Das 4. Klavierkonzert spielt in seinem Repertoire eine besondere Rolle: Anfangs, so berichtet Sternath, sei ihm das Werk nicht unmittelbar nahe gewesen. Erst eine intensive Beschäftigung habe ihm den Zugang eröffnet. Heute gehört es zu jenen Stücken, mit denen er sich künstlerisch besonders stark identifiziert.
Begleitet wird er vom Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Riccardo Chailly. Diese Aufzeichnung rückt mit Rachmaninows 4. Klavierkonzert in der Fassung von 1941 bewusst ein Werk ins Zentrum, das selten im Rampenlicht steht und gerade darin seinen besonderen Reiz entfaltet.
Aufzeichnung vom 18. August 2026 beim Lucerne Festival.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 11.10.2026 um 17:45 Uhr auf arte.