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Kriegen wir unsere Hormone in den Griff?

42 - Die Antwort auf fast alles
Samstag, 19.09.2026 08:10 Uhr
arte
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19.09.2026
08:10 Uhr
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Bildquelle: ARTE
Bildquelle: ARTE

Hormone sind in aller Munde. Kein Wunder, denn vieles, was unser Leben unmittelbar betrifft, wird von ihnen maßgeblich beeinflusst: Schlaf, Stress, Sex, Liebe, Aggression und Gewalt – um nur wenige Beispiele zu nennen. Es passiert uns einfach: Wir müssen nicht darüber nachdenken. "Evolutionär funktional" nennt Mirjam Christ-Crain vom Universitätsspital Basel dieses seit Millionen Jahren eingespielte System: Eng mit Sinnesorganen und Hirn verknüpfte Drüsen jagen Botenstoffe in Sekundenbruchteilen durch unseren Körper. Schon ein Billionstel Gramm reicht aus, und wir fühlen uns wie ein anderer Mensch.
Das war lange Zeit gut so: Ein Schuss Cortisol aus der Nebennierenrinde konnte uns bei der Begegnung mit Säbelzahntigern das Überleben sichern. Aber passt dieses mächtige System heute noch in unseren Alltag? Ist es nicht viel mehr ein überregulierender Störfaktor, der uns obendrein oft krank macht? Von PCOS über Diabetes bis Adipositas - die Liste endokriner Krankheiten ist lang. Rein hormongesteuert will heute keiner mehr sein.
Viele nehmen das Heft selbst in die Hand: Hormontherapien, Hormonergänzungsmittel oder -blocker erleben einen Boom. Melatonin, um besser einzuschlafen, Ozempic, um abzunehmen, Testosteron für Muskelaufbau. Wenn wir heute so gut wissen, wie das Hormonsystem funktioniert, warum steuern wir es dann nicht einfach? Liegt darin eine neue Unabhängigkeit – oder eine unüberschaubare Gefahr?

Textquelle: ARD Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 19.09.2026 um 08:10 Uhr auf arte.

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31.10.2026 03:45arte19.09.2026 08:10arte