In Chile fahnden Forschende nach Leben - im Kosmos. Dabei gleicht Chile selbst einem fernen Planeten. Hannah Emde begibt sich auf eine spannende Spurensuche in fremde Welten. Glühende Wüste, eisige Höhen, wilde Strömungen. In jeder Region verbergen sich einzigartige Überlebenskünstler. Die Natur offenbart hier ihre erstaunliche Vielfalt. In Chile zeigt sich, wie das Leben das ganze Universum erobert haben könnte. Hannah Emde startet ihre Expedition in der Atacamawüste - einer Landschaft, in der man zunächst kein Leben vermuten würde. In manchen Regionen dieser marsähnlichen Welt hat es seit 23 Millionen Jahren nicht geregnet. Und doch existiert Leben: Kakteen haben eine Strategie entwickelt, die Feuchtigkeit des Camanchaca-Nebels an ihren Dornen einzufangen und damit ein verborgenes Netz zu nähren. Insekten, kleine Vögel und Lamas folgen diesen Lebensspuren. Am anderen Ende der Wüste haben Flamingos einen Mechanismus entwickelt, mit dem sie das Wasser der Salzseen verarbeiten können. Für die meisten Tiere wäre es tödlich, doch durch besondere Salzdrüsen am Schnabel können sie das überschüssige Salz wieder ausscheiden. Diese besondere Anpassung sichert ihnen das Überleben am Rande der Wüste. Im Osten wird Chile durch die gewaltige Bergkette der Anden begrenzt: Rund 200 aktive Vulkane und extreme Höhen machen sie zu einem gefährlichen Lebensraum aus Steilwänden, Feuer und Eis. Doch ein Tier ist perfekt angepasst: der Kondor. Als Meister der Thermik nutzt er die steilen Hänge für seine Nahrungssuche. Für andere Tiere erfüllt er wichtige Funktionen. Als Aasfresser verhindert er die Ausbreitung von Krankheiten. Er lebte über Jahrtausende in perfekter Koexistenz mit dem Puma, dessen Beutereste er verwertet. Heute bedroht die Viehzucht beide Arten. Hannah Emde begleitet Schutzprojekte vor den Toren des Nationalparks Torres del Paine, die neue Wege gehen und ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ermöglichen wollen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 05.09.2026 um 16:10 Uhr auf ZDFneo.