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Brahmaputra - Der große Fluss vom Himalaya (1/3)

Film von Klaus Feichtenberger
(aus der ORF-Reihe "Universum")
45 min Sonntag, 16.08.2026 08:05 Uhr
3sat
Sonntag
16.08.2026
08:05 Uhr
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Die erste Folge wurde weitgehend auf einer Höhe zwischen 5.000 und 6.000 Metern gedreht. Eines der beiden Filmteams lieferte epische Bilder von der Quelle des Brahmaputra oder Yarlung Tsangpo, wie der Oberlauf in Tibet heißt. Erst seit 2011 ist der Gletschersee unter dem Angsi-Gletscher offiziell als Ursprung dieses bedeutenden Flusses bestätigt. Ein zweites Team marschierte wochenlang unter Extrembedingungen in die große Schlucht des Yarlung Tsangpo, um auch aus dieser immer noch unerforschten Gegend noch nie dagewesene Bilder zu holen. In beiden Fällen sind durch den Einsatz von Drohnen Aufnahmen aus einem bisher verbotenen sowie logistisch schwer zugänglichen Land gelungen, wie die Welt sie noch nie gesehen hat.

Zwischen Quelle und Schlucht und entlang des Hauptkamms des Himalaya erschließt sich dem Zuseher die wohl dynamischste Landschaft der Erde. Die immer noch andauernde Kollision zweier einst getrennter Kontinente, Indien und Asien, hat sowohl den Himalaya geboren als auch das Flusssystem geformt. Aggressive Erosion durch Gletscher und Flüsse wirkt der immer noch andauernden Hebung des mächtigen Gebirges entgegen. Ohne den Brahmaputra und seine Zuflüsse wäre der Himalaya um ein Mehrfaches höher.

Infolgedessen haben Brahmaputra und Ganges gemeinsam im Golf von Bengalen eine Sedimentmenge abgelagert, die zumindest der fünffachen Masse des heutigen Himalaya entspricht. Alle Gebirgsflüsse im zentralen Himalaya, sowohl die der Nord- als auch der Südhänge, enden im Brahmaputra, der das Gebirge umklammert wie ein riesiges U. Die oft verborgenen Hochtäler dieser Flüsse sind ein extremer Lebensraum für kälte- und höhenangepasste Pflanzen und Tiere, für nomadisierende Yakhirten und, bis in 4.000 Meter Höhe, sogar für Bauern.

Die stete Hebung des Gebirges und des dahinter liegenden Plateaus hat viele Tierarten zur Anpassung gezwungen. Von hier aus haben sich etwa Murmeltier und Polarfuchs in andere hohe und kalte Regionen verbreitet. So wurde Tektonik zum Motor der Evolution. Von Flüssen gegrabene Einschnitte in den Himalaya - die tiefsten und längsten Schluchten der Welt - verbinden die völlig unterschiedlichen Welten, die das höchste Gebirge der Erde trennt: die hellen, kahlen Weiten des Tibetischen Plateaus im Norden, entlang des Yarlung Tsangpo und die dampfenden, üppig grünen Bergwälder der zum indischen Brahmaputra abfallenden Südhänge, wo der zweite Teil die Reise fortsetzt.

Film von Klaus Feichtenberger

Die dreiteilige Naturdokumentation folgt erstmals dem gesamten Verlauf des Brahmaputra, der auf dem Dach der Welt entspringt, den Himalaya umfließt und die größte Schwemmzone der Welt bildet. Zwischen seiner Quelle in eisigen Gefilden und seiner Mündung in den Indischen Ozean liegen herrliche Landschaften mit außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelten, verschiedensten Klimazonen und einzigartigen Kulturen. Die in 4K gedrehte Reihe zeigt den Fluss in atemberaubenden Bildern und aus ganz neuer Perspektive.

Textquelle: ARD Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 16.08.2026 um 08:05 Uhr auf 3sat.