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Faszination Erde

Chile - Das Geheimnis des Lebens
Donnerstag, 14.05.2026 23:15 Uhr
Phoenix
Donnerstag
14.05.2026
23:15 Uhr
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In Chile fahnden Forschende nach Leben - im Kosmos. Dabei gleicht Chile selbst einem fernen Planeten. Hannah Emde begibt sich für Terra X auf eine spannende Spurensuche in fremde Welten.

Hannah Emde reist durch Chiles extreme Landschaften – von der trockenen Atacamawüste über die Vulkan- und Eisregionen der Anden bis zur artenreichen Küste. Sie begegnet Pumas, Pinguinen und Guanakos, begleitet Schutzprojekte und entdeckt, wie Leben selbst unter härtesten Bedingungen gedeiht. Am Ende der Reise besucht sie die Baustelle des Extremly Large Telescope, das ELT. Mit diesem Teleskop wollen wir Menschen die Antwort auf die große Frage finden: gibt es außerirdisches Leben im Weltraum.

Chiles Wüste gilt als die trockenste Wüste der Erde. Eine Landschaft, in der man zunächst kein Leben vermuten würde. In manchen Regionen dieser marsähnlichen Welt hat es seit 23 Millionen Jahren nicht geregnet. Und doch existiert Leben: Kakteen haben eine Strategie entwickelt, die Feuchtigkeit des Camanchaca-Nebels an ihren Dornen einzufangen und damit ein verborgenes Netz zu nähren. Insekten, kleine Vögel und Lamas folgen diesen Lebensspuren.

Am anderen Ende der Wüste haben Flamingos einen Mechanismus entwickelt, mit dem sie das Wasser der Salzseen verarbeiten können. Für die meisten Tiere wäre es tödlich, doch durch besondere Salzdrüsen am Schnabel können sie das überschüssige Salz wieder ausscheiden. Diese besondere Anpassung sichert ihnen das Überleben am Rande der Wüste.

Im Osten wird Chile durch die gewaltige Bergkette der Anden begrenzt: Rund 200 aktive Vulkane und extreme Höhen machen sie zu einem gefährlichen Lebensraum aus Steilwänden, Feuer und Eis. Doch ein Tier ist perfekt angepasst: der Kondor. Als Meister der Thermik nutzt er die steilen Hänge für seine Nahrungssuche. Für andere Tiere erfüllt er wichtige Funktionen. Als Aasfresser verhindert er die Ausbreitung von Krankheiten. Er lebte über Jahrtausende in perfekter Koexistenz mit dem Puma, dessen Beutereste er verwertet.

Heute bedroht die Viehzucht beide Arten. Hannah Emde begleitet Schutzprojekte vor den Toren des Nationalparks Torres del Paine, die neue Wege gehen und ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ermöglichen wollen.

Entlang der Küste Chiles verläuft der Humboldtstrom – einer der artenreichsten Ströme der Erde. Sein kaltes Wasser aus der Antarktis sorgt für einzigartigen Nahrungsreichtum. Hannah Emde reist mit einer Pinguin-Forscherin auf die Insel St. Magdalena und versucht mit ihr das Rätsel um den Rückgang der Magellan-Pinguine zu lösen.

Der Humboldtstrom zieht auch die großen Meeressäuger wie Blauwale an. Sie sind Teil des globalen Netzwerks der Ozeane. Die intelligenten Tiere kommunizieren in einer Sprache, die wir Menschen gerade erst beginnen zu verstehen. Hannah Emde begleitet ein Schutzprojekt für eine seltene chilenische Walart: den Burmeister-Schweinswal. Seine Anpassung: er kommuniziert in einer sehr hohen Frequenz, die seine Fressfeinde, wie Orkas nicht wahrnehmen können. Er ist klein, scheu und nahezu unerforscht. Um ihn vor Fischernetzen zu bewahren, testen Forscher akustische Warnsignale.

Am Ende der Reise steht ein ganz besonderes Wissenschaftsprojekt: Das Extremely Large Telescope (ELT). Mit seiner Hilfe wollen Forschende aus aller Welt die großen Rätsel des Universums lösen – auch die Frage: Gibt es Leben da draußen? Hannah Emde ist überzeugt: „Wenn man sich klarmacht, unter welch widrigen Bedingungen sich Leben hier auf der Erde entwickeln konnte, bin ich sicher, dass es da draußen noch viel mehr gibt.“

Ein Film von Hannah Emde, Elisabeth zu Eulenberg und Susanne Endres

Textquelle: ARD Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 14.05.2026 um 23:15 Uhr auf Phoenix.