Ungarn, CSSR und Bulgarien - drei Orte, ein gemeinsamer Schatten: Fast fünf Jahrzehnte lang prägten die Sowjets das Leben im Ostblock. In Ungarn, der Slowakei und Bulgarien sind ihre Spuren bis heute sichtbar. Von der Geisterstadt Szentkirályszabadja über den Grenzbahnhof ierna nad Tisou bis zum Monument von Busludscha: eine Reise in die Schattenreiche des sowjetischen Imperiums zu Ruinen, an denen Aufstand, Unterdrückung und Erinnerung eng miteinander verwoben sind.
Im Westen Ungarns liegt die Geisterstadt Szentkirályszabadja. Die ehemalige sowjetische Garnison sollte einst die Westflanke des Ostblocks absichern gegen Feinde von außen und innen. In der slowakischen Grenzstadt ierna nad Tisou steht im Sommer 1968 die Zukunft der Tschechoslowakei auf dem Spiel. Nur wenige Kilometer vom Eisernen Vorhang entfernt treffen sich der sowjetische Parteichef Leonid Breschnew und der tschechoslowakische Reformpolitiker Alexander Dubek zum entscheidenden Krisengespräch über den Prager Frühling. In den Bergen Bulgariens ragt das Busludscha-Denkmal in den Himmel ein Relikt aus sozialistischer Zeit und Symbol kommunistischer Größenfantasien. Über 6000 Menschen, darunter auch Häftlinge, waren am Bau beteiligt. Heute ist davon wenig geblieben: Verfall, Frost und Vandalismus nagen an dem Bauwerk.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 26.04.2026 um 03:45 Uhr auf Phoenix.