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Die Social Media Falle

Fünf Frauen gegen die Big Five
Mittwoch, 04.03.2026 05:15 Uhr
Phoenix
Mittwoch
04.03.2026
05:15 Uhr
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Bildquelle: ARD Foto
Bildquelle: ARD Foto

Jugendliche, die mehr als fünf Stunden täglich mit ihrem Handy verbunden sind, haben ein um 66% höheres Risiko für Suizidgedanken als jene, die es nur eine Stunde am Tag nutzen. Ängste, Depressionen, Selbstverletzungen, Suizidgedanken die neuen Technologien bedrohen die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen massiv.

Am 31. Januar 2024 müssen sich bei einer Anhörung des Justizausschusses des US-Senats die «Big Five» Mark Zuckerberg (Meta), Shou Chew (TikTok), Evan Spiegel (Snapchat), Jason Citron (Discord), Linda Yaccarino (X) kritischen Fragen stellen. Der zentrale Vorwurf: Kinder und Jugendliche sind auf diesen Plattformen unzureichend geschützt, sie werden abhängig gemacht, ihr Selbstwertgefühl zerstört. 

Bereits 2021 hatte die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen als Whistleblowerin ausgesagt, dass der Konzern sich aus Profitgründen bewusst über Erkenntnisse zu negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von jungen Mädchen hinwegsetze. Seit 2023 klagen über 140 Bundessstaaten gegen facebook, Instragramm & Co..

Erstmals formiert sich in den USA und Europa eine breitere Bewegung in der Bevölkerung, um gegen die digitalen Giganten anzukämpfen. Im Mittelpunkt des Filmes stehen fünf Frauen, die ihr Leben komplett umgekrempelt haben, um den Big Five die Stirn zu bieten: Alexis, Kathleen, Elisabet, Laure und Socheata.

Sie sind Opfer, Mütter, Ärztinnen und Anwältinnen. Alexis (USA), selbst junges Opfer, gehörte zu den Ersten, die Meta anklagten und dem Unternehmen Anstiftung zum Suizid vorwarfen. Sie erzählt, wie zunächst harmlose Fitness-Inhalte sie in eine Spirale aus Essstörung und Selbsthass führten. Mit ihrer Mutter Kathleen ist sie 2024 bei der Anhörung in Washington dabei. Elisabet (Spanien) ist dreifache Mutter. Innerhalb weniger Tage schlossen sich über 10.000 Eltern ihrer WhatsApp-Gruppe an, um für eine handyfreie Jugend zu kämpfen. Daraufhin verbot der Staat Smartphones an Schulen. Socheata (Frankreich) engagiert sich im Kampf gegen diese Sucht, seit ihr Sohn von einem Internet-Pädophilen manipuliert wurde. Sie ist einer Organisation beigetreten, die mit Ermittlern der Cyberkriminalitätsabteilung zusammenarbeitet, um Pädophile aufzuspüren. Laure (Frankreich) ist Anwältin und entschlossen, die Gesetze zu ändern, die die Big Five schützen. Alle dieser Frauen machen darauf aufmerksam, dass die mangelnde digitale Kontrolle ein bedeutendes Problem für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit darstellt.

Stundenlang scrollen junge Menschen durch soziale Netzwerke wie Instagram, TikTok und Co. Welche Videos und Beiträge ihnen angezeigt werden, bestimmen dabei Algorithmen. Für ihre Dokumentation generierte die Autorin Elisa Jadot einen Internet-Avatar namens Lili (13) und zeigt, wie schnell Jugendliche mit Inhalten zu Selbstverletzung und Suizid konfrontiert werden.

Bei der Anhörung des US-Justizausschusses 2024 beschuldigt die Senatorin Marsha Blackburn Mark Zuckerberg kein Interesse an den Teenagern und ihrer Gesundheit zu haben. Er möchte nur Geld verdienen. Sie sagt: «Kinder haben bei Ihnen keine Priorität; sie sind Ihr Produkt. Sie sehen Kinder als Mittel, um Geld zu verdienen.» 

Anwältin Laure Boutron-Marmion will die Gesetze zum Schutz von jungen Nutzern und Nutzerinnen ändern. Sie sagt: «Die Betreiber der sozialen Netzwerke müssen ihre Verantwortung anerkennen. Denn letztendlich bringen die sozialen Medien Menschen um.»

Sendehinweis: 17.02.2026, 16:45Uhr

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 04.03.2026 um 05:15 Uhr auf Phoenix.