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Biowein - Alles reine Natur?

Montag, 16.02.2026 21:50 Uhr
arte
Montag
16.02.2026
21:50 Uhr
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Fieberhaft suchen sie in der Erde, auf den Blättern - sogar im Genom. Forscher wollen den ökologischen Weinbau retten. Denn Biowinzer haben ein großes Problem: Ein schädlicher Pilz kann ganze Ernten vernichten. Nur ein einziges Pflanzenschutzmittel ist im Bioweinbau gegen diese Pilzkrankheit erlaubt: Kupfer. Aber das ist umstritten, denn das Schwermetall schädigt Bodenorganismen. Die EU will darum den Einsatz von Kupfer verbieten. Steht der Bio-Weinbau damit vor dem Aus? Oder findet die Wissenschaft ein ökologisches Mittel gegen tödliche Pilzerkrankungen?

Die Winzerin Simone Adams arbeitet biodynamisch und stärkt so auf vielfältigem Weg die Abwehrkräfte ihrer Reben. Sie muss dadurch nur wenig Kupfer zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus einsetzen, weit weniger als die in Deutschland für den ökologischen Weinbau zugelassenen drei Kilogramm pro Jahr. Doch ganz verzichten kann sie nicht darauf, weil ihr Weinbau sonst durch Ernteausfälle wirtschaftlich nicht mehr tragbar wäre.
Forschende in Deutschland und Frankreich suchen nach Strategien, Kupfer zu ersetzen. Dabei verfolgen sie verschiedene Ansätze. Zum einen wollen sie gezielt die mikrobielle Besiedelung der Weinreben und der Böden beeinflussen, damit die Abwehrkräfte der Reben gestärkt werden. Sie sind auch einem geheimnisvollen Netzwerk im Boden auf der Spur: Mykorrhiza-Pilze gehen eine Symbiose mit den Wurzeln der Weinrebe ein und aktivieren ihre Abwehrkräfte. Die Züchtung von pilzwiderstandsfähigen Sorten, sogenannten PIWIs sollen Weinreben grundsätzlich gegen den Falschen Mehltau immun machen. Dabei kommen gentechnische Verfahren wie Marker-gestützte Selektion zum Einsatz. Aber verträgt sich das mit dem Konzept „Bio“?

Textquelle: ARD Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 16.02.2026 um 21:50 Uhr auf arte.

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09.03.2026 05:00arte16.02.2026 21:50arte