Marko Feingolds Erlebnisse in der NS-Diktatur bestimmten sein gesamtes Leben. 1938 wurde er in Wien von den Nazis verhaftet, danach überlebte er vier Konzentrationslager.
Nach dem Krieg wurde er zum Fluchthelfer für Zehntausende ehemalige KZ-Gefangene, die er über die Alpen nach Italien und weiter nach Palästina schleuste. Neben Marko Feingolds Geschichten werden in diesem Film auch moralphilosophische Fragen aufgeworfen.
1913 im damaligen Königreich Ungarn geboren, wuchs Marko Feingold in Wien auf. Nach einer kaufmännischen Lehre zog er nach Italien, kehrte aber 1938 nach Wien zurück, wo er von den Nazis verhaftet wurde. Nach seiner Freilassung floh er nach Prag, wurde nach Polen ausgewiesen und kehrte mit falschen Papieren nach Prag zurück.
1939 wurde Feingold erneut festgenommen und ins KZ Auschwitz deportiert. Als einziger Überlebender aus seiner Familie verhalf er nach dem Krieg vielen jüdischen KZ-Häftlingen zur Flucht nach Palästina. Unterstützt von einzigartigen, bisher unveröffentlichten Archivmaterialien begleitet der Film "Ein jüdisches Leben" den Zeitzeugen auf seiner Reise in die Vergangenheit.
Er reflektiert das historische Geschehen, konfrontiert das Publikum mit den menschenverachtenden Ereignissen des 20. Jahrhunderts und beleuchtet die teils beängstigenden Parallelen zwischen einer vergangenen Epoche und den gesellschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart.
Dokumentarfilm von Christian Krönes, Florian Weigensamer, Christian Kermer und Roland Schrotthofer
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 26.01.2026 um 22:25 Uhr auf 3sat.