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Terra NRW - Ein starkes Netz für 18 Millionen

Ein Film von Sina Klaus
Samstag, 29.11.2025 11:00 Uhr
WDR
Samstag
29.11.2025
11:00 Uhr
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Über endlose Kilometer unterirdischer Kabel und Zehntausende Antennen kommunizieren heute in NRW 18 Millionen Menschen miteinander. Über die Telekommunikationsnetze sind sie ständig miteinander verbunden, denn heute funktioniert nichts mehr ohne Handy, Laptop, oder auch das gute alte Telefon. Angefangen hat alles vor nicht einmal 200 Jahren. Seitdem wurde die Infrastruktur ständig verbessert, weiterentwickelt und ausgebaut dank mutiger Visionen, harter Arbeit und Erfindungen aus NRW.

Bereits 1832 wird in Nieheim in Ostwestfalen in Hochgeschwindigkeit kommuniziert, mittels Optischer Telegrafie. Klara Heimann nimmt uns mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und zeigt uns wie die Telegrafenarme eingestellt werden, mit denen damals über 600 Kilometer und 62 Stationshäuschen wichtige Staatsdepeschen aus dem fernen Berlin quer durch NRW bis nach Koblenz geschickt wurden. Das Codesystem, mit dem die Nachrichten in optische Signale übersetzt werden, war streng geheim und konnte nur von den Telegrafisten mit einem Wörterbuch entschlüsselt werden.

Mit der Entdeckung der Elektrizität und der Erfindung des Telefons verändert sich die Telekommunikation rasant. Ab 1848 entsteht in wenigen Jahren ein zusammenhängendes Telekommunikationsnetz, das alle großen Städte miteinander verbindet.

Der Netzausbau ist bis heute ein zentrales Thema. Ständig muss alte Technik durch neue ausgetauscht werden und die Infrastruktur erweitert werden. So wie in Gemünd im Kreis Euskirchen. Hier arbeiten Ingenieur Gerd Wolter und sein Team an einem der größten Aufträge in der Firmengeschichte der Telekom. Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 hat weite Teile des Ortsnetzes zerstört. Jetzt wird das Netz komplett neu aufgebaut. Alte dicke Kupferkabel werden dabei durch leistungsfähige, haarfeine Glasfaserkabel ersetzt, die mittels Druckluft verlegt werden. Zukunftsfähige Netze die immer schneller, immer mehr Daten transportieren können sind die größte Herausforderung für die Infrastruktur in der Stadt und auf dem Land.

Nähe der A3 bei Ratingen sorgen Mark Hofmeister und seine Kollegen dafür, dass Störungen im Mobilfunknetz schnell behoben werden. Der Arbeitsplatz des Netztechnikers ist in rund 100m Höhe an der Spitze eines Funkmastes. Wer hier arbeiten will muss schwindelfrei sein. Zehntausende solcher Masten und Antennen unterstützen die großen Funktürme im Land - Wahrzeichen der großen Metropolen NRWs, so wie in Köln der Colonius. 1981 eröffnet überragt er mit 266 Metern Höhe sogar den Kölner Dom. Während die Sendetechnik bis heute im Dauerbetrieb ist, ist der Funkturm samt Restaurant für Besucher inzwischen geschlossen. Sanierungskosten in Millionen Höhe verhindern bis heute die Wiedereröffnung.   

Die Reihe wird gesprochen von Annette Frier.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 29.11.2025 um 11:00 Uhr auf WDR.