Seit Jahren fährt Ford mit seinem Kölner Werk hohe Verluste ein, werden Arbeitsplätze gestrichen, ganze Abteilungen abgeschafft. Inzwischen hat Ford auch das hiesige Management entmachtet und zuletzt immer mehr Kompetenzen in die USA verlagert.
Dabei investierte Ford noch vor zwei Jahren knapp 2 Milliarden Dollar, um in der europäischen Zentrale in Köln ausschließlich E-Autos zu bauen - und statt günstige Autos für jedermann sollten es nun Premium-SUV für Gutverdiener sein. Ford möchte zukünftig in Deutschland vor allem ikonische Fahrzeuge verkaufen, die die amerikanische DNA in die Köpfe der deutschen Autofahrer bringen. Firmenmotto: From America For America. Aber die neuen E-Modelle Capri und Explorer verkaufen sich schlecht. Immer wieder gab es Kurzarbeit, bis Ende 2027 werden in Köln weitere 2.900 Arbeitsplätze gestrichen. Inzwischen geht unter den verbliebenen Ford-Arbeitern die Angst um, das Werk könnte in die Insolvenz rutschen. Was würde dann aus den 11.500 Beschäftigten und ihren Familien? Das Ford-Management im fernen Dearborn im US-Staat Michigan hüllt sich zu der Zukunft seines deutschen Tochterunternehmens in Schweigen.
Die WDR-Story geht den geschäftlichen Verflechtungen des US-Präsidenten mit der Ford-Motor-Company nach, die viel weitreichender sind, als bislang bekannt. Dabei zeigen wir, wie sehr die America-First-Politik des selbsternannten Dealmakers Trump inzwischen Entscheidungen des Ford-Managements beeinflusst.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 07.11.2025 um 18:30 Uhr auf Phoenix.