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Die New Yorker Philharmoniker in Nordkorea

Sternstunden der Musik
Sonntag, 09.11.2025 17:23 Uhr
arte
Sonntag
09.11.2025
17:23 Uhr
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Im August 2007 erhalten die New Yorker Philharmoniker die Einladung des nordkoreanischen Kulturministeriums, in Pjöngjang zu spielen. Der Zeitpunkt scheint wohl gewählt: Nach langen Bemühungen, das Land zur Einstellung seines Atomprogramms zu bewegen, gibt es eine Reihe von Durchbrüchen. Das Konzert wird als Chance für einen ersten kulturellen Austausch gesehen, um die Beziehungen zu vertiefen.
Der 2014 verstorbene Dirigent Lorin Maazel ist sich bei der Einladung 2007 bewusst, dass die Wahl des Repertoires Gelegenheit gibt, eine Botschaft zu vermitteln. So beschließt das Orchester, die Nationalhymnen beider Länder im Stehen zu spielen. Die Musiker wollen Diktator Kim Jong-il dazu bringen, ebenfalls zu stehen. Doch er bleibt dem Event fern, ebenso wie die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice.
Um die Geschichte Amerikas zu „erzählen“, wählt Lorin Maazel Stücke zweier Außenseiter: Antonín Dvořák, der als tschechischer Komponist erst in seinen Fünfzigern nach Amerika immigrierte und George Gershwin, Sohn russisch-jüdischer Einwanderer.
In der Zugabe rührt das Orchester sein Publikum schließlich zu Tränen. „Arirang“ heißt das Stück - ein koreanisches Volkslied. Es beschreibt das Verlassenwerden durch einen Geliebten, der den Arirang-Pass überquert hat und wahrscheinlich nie mehr zurückkehren wird - Synonym für die Sehnsucht nach einer Nation, die einst ein Land war.
Das vollständige Konzert ist online auf arte.tv abrufbar.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 09.11.2025 um 17:23 Uhr auf arte.

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