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Wie Autoreifen den Regenwald bedrohen

Samstag, 27.09.2025 09:30 Uhr
Phoenix
Samstag
27.09.2025
09:30 Uhr
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Kein Autoreifenhersteller verrät die Mixtur seiner Produkte. Lauffreudig sollen sie sein, wenig Rollwiderstand haben, einen guten Grip und möglichst lange halten. 1,5 Milliarden Autoreifen werden weltweit jährlich verkauft von rund 3000 Produzenten darunter die Branchengrößen Bridgestone, Goodyear, Pirelli, Michelin und Continental.

Ende 2022 schrillten in der Branche die Alarmglocken. Die Europäische Union will einen Nachweis über die gesamte Lieferkette verlangen: Bald darf in keinem hierzulande produzierten oder nach Europa importierten Reifen Naturkautschuk stecken, für dessen Gewinnung Regenwald abgeholzt wurde.

Diese Zertifizierung stellt die Produzenten vor ein Problem weil die Lieferketten vom Kautschukbauern über diverse Zwischenhändler bis nach Europa bisher weitgehend intransparent sind. Daher suchen die Firmen nach Alternativen.

Pirelli arbeitet mit nachhaltigen Produzenten in Thailand zusammen. Michelin versucht, mit Hightech die Lebensdauer von Reifen zu erhöhen, und Continental forscht gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut an einem Ersatzrohstoff: Russischer Löwenzahn. Der soll, in großem Stil in Europa angebaut, helfen, den Naturkautschuk zu ersetzen. Außerdem könnten ausrangierte Altreifen, runderneuert und aufbereitet, wieder auf den Markt kommen anstatt auf den Müll. Echter Sinneswandel oder bloßes Greenwashing?

planet e. folgt den verschlungenen Lieferketten der Reifenhersteller bis nach Südostasien und geht der Frage nach, inwieweit die Bemühungen der Reifenbranche um "sauberen" Kautschuk Substanz haben.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 27.09.2025 um 09:30 Uhr auf Phoenix.