

1824 hat Beethovens Neunte Sinfonie zum ersten Mal die Grenzen der Musik gesprengt. Genau 200 Jahre später findet in der Historischen Stadthalle Wuppertal ein bahnbrechendes Konzert statt, das die ganze Kraft dieser Uraufführung rekonstruiert.
Diese Neuinszenierung ist das Ergebnis von umfassenden Forschungen zur ersten Aufführung im Wiener Kärntnertortheater, einem historischen Ort, der heute nicht mehr existiert. Als Beethoven seine Neunte Sinfonie zum ersten Mal dirigierte, war er bereits taub. Die Altistin Caroline Unger musste ihn zum Publikum umdrehen, damit er den begeisterten Schlussapplaus von der richtigen Seite in Empfang nehmen konnte.
Dieses Konzert geht über eine bloße musikalische Darbietung hinaus. Es ist eine akustische und emotionale Reise in die Vergangenheit. Es stellt die Sinfonie in den von Beethoven gewollten Kontext: gemeinsam mit der Missa Solemnis und der Ouvertüre op. 124 als ein zusammenhängendes Programm. Dadurch eröffnen sich neue Hörperspektiven und Erkenntnisse.
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Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 12.05.2024 um 07:45 Uhr auf WDR.